{"id":4696,"date":"2025-10-04T19:22:38","date_gmt":"2025-10-04T17:22:38","guid":{"rendered":"https:\/\/ineshock.de\/?p=4696"},"modified":"2025-10-09T10:12:10","modified_gmt":"2025-10-09T08:12:10","slug":"colorlights-graphicmoments","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ineshock.de\/en\/colorlights-graphicmoments\/","title":{"rendered":"colorlight \u2013 graphicmoments | J. Graf-Bicher"},"content":{"rendered":"<p>colorlight \u2013 graphicmoments<\/p>\n<p class=\"p1\">20. M\u00e4rz 2015&nbsp;<\/p>\n<p class=\"p1\">Zur Ausstellung von Ines Hock im BLICKWINKEL.<\/p>\n<p class=\"p1\">Ines Hock ist geboren in Wetzlar, dort aufgewachsen, dann in Hannover (Abitur). Studiert in Mainz, in<\/p>\n<p class=\"p1\">Tuscon, Arizona und D\u00fcsseldorf. Sie hat viele Jahre in K\u00f6ln gelebt und ist mit der<\/p>\n<p class=\"p1\">dortgen Kunstszene eng vernetzt. Preise und Stipendien haben ihr Arbeiten seit den<\/p>\n<p class=\"p1\">80er Jahren gef\u00f6rdert, gro\u00df ist die Zahl der Ausstellungen (siehe Vita).<\/p>\n<p class=\"p1\">Eine wunderbare Einzelausstellung im letzten Jahr in der Villa Zanders in Bergisch-<\/p>\n<p class=\"p1\">Gladbach gab den letzten Ansto\u00df, ihre Arbeiten ausf\u00fchrlich auch hier in Frechen zu<\/p>\n<p class=\"p1\">zeigen. Schlie\u00dflich lebt Ines Hock mit ihrem Mann Peter Hochscheid, ebenfalls<\/p>\n<p class=\"p1\">K\u00fcnstler, seit 2001 in Frechen und ist hier als K\u00fcnstlerin noch wenig \u00f6\ufb00entlich<\/p>\n<p class=\"p1\">wahrgenommen worden.<\/p>\n<p class=\"p1\">Der Titel, <b>colorlight \u2013 graphicmoments<\/b>, benennt gleich den Haupt-Akteur unserer<\/p>\n<p class=\"p1\">Ausstellung: die Farbe. Und beim Gang durch diese R\u00e4ume ist das auch sofort<\/p>\n<p class=\"p1\">ersichtlich.<\/p>\n<p class=\"p1\">Nun hat man es immer mit Farbe zu tun, wenn es um Malerei geht. Und gerade auch<\/p>\n<p class=\"p1\">in der nicht abbildenden, nicht gegenst\u00e4ndlichen Malerei. Hier ist die Farbe nicht nur<\/p>\n<p class=\"p1\">ein Mittel, sondern ein wesentlicher <b>Bildgegenstand<\/b>. Aber auch hier kann die Farbe<\/p>\n<p class=\"p1\">sehr verschiedene Funkionen \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p class=\"p1\">Wir kennen die gestischen Werke des abstrakten Expressionismus und der<\/p>\n<p class=\"p1\">informellen Malerei, die mit Farben seelische Prozesse sichtbar machen,<\/p>\n<p class=\"p1\">wir kennen vielleicht auch die gro\u00dfen Leinw\u00e4nde von Barnett <b>Newman<\/b>, die uns durch<\/p>\n<p class=\"p1\">einheitliche Farbfl\u00e4chen das Erhabene an sich vermitteln, oder die vielschichtigen<\/p>\n<p class=\"p1\">Farb\u00fcberlagerungen von Mark <b>Rothko<\/b>, die einen Zugang zu spirituellen Erfahrungen<\/p>\n<p class=\"p1\">scha\ufb00en k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"p1\">Ines Hocks Zugri\ufb00 ist &#8211; so viel sie von solchen Meistern der Farbe auch gelernt haben<\/p>\n<p class=\"p1\">mag \u2013 zun\u00e4chst wesentlich sachlicher. Sie erforscht die M\u00f6glichkeiten von Farbe mit<\/p>\n<p class=\"p1\">scheinbar einfachsten Mitteln. Und tut dabei ein ganzes Spektrum auf &#8211; und damit ist<\/p>\n<p class=\"p1\">nicht nur im w\u00f6rtlichen Sinn das Spektrum des Sonnenlichts gemeint.<\/p>\n<p class=\"p1\">Ich m\u00f6chte mit Ihnen dieses forschende Malen und Zeichnen von Ines Hock anhand<\/p>\n<p class=\"p1\">der hier zu sehenden Arbeiten genauer in den Blick nehmen.<\/p>\n<p class=\"p1\">Zun\u00e4chst: <b>Wie bringt Ines Hock die Farbe auf die Fl\u00e4che<\/b>? In kleinsten Einheiten. Als<\/p>\n<p class=\"p1\">kurze Linie oder kleinen Pinselstrich. Und das in zahlloser Wiederholung. Von links<\/p>\n<p class=\"p1\">oben angefangen, Zeile f\u00fcr Zeile. Korrekturen ausgeschlossen. Ein strenges Konzept<\/p>\n<p class=\"p1\">steht am Anfang, darin ist vieles festgelegt: der Malgrund, der Pinsel, die<\/p>\n<p class=\"p1\">Farben, die Farbpalette. Was aber im Laufe der Durchf\u00fchrung dieser<\/p>\n<p class=\"p1\">Versuchsanordnung entsteht, ist nur in Teilen geplant und vorhergesehen.<\/p>\n<p class=\"p1\">Denn jede Setzung ergibt sich aus einer neuen Entscheidung \u00fcber den Gebrauch der<\/p>\n<p class=\"p1\">Mittel und in jede Entscheidung flie\u00dft das, was schon entstanden ist, mit ein. Das<\/p>\n<p class=\"p1\">Konzept wird nicht mechanisch umgesetzt, es gibt nur den Rahmen vor, innerhalb<\/p>\n<p class=\"p1\">dessen das Spiel der Farben seinen Lauf nehmen darf. So entstehen schwebende<\/p>\n<p class=\"p1\">Strukturen mit feinen Rhythmen von Helligkeiten und dunklen Akzenten, von<\/p>\n<p class=\"p1\">Farbverwandtschaften und Farbkontrasten, von Parallelen, die sich zu vertikalen<\/p>\n<p class=\"p1\">Einheiten b\u00fcndeln und wieder aufl\u00f6sen.<\/p>\n<p class=\"p1\">Ein besonderer Untersuchungsschwerpunkt von Ines Hock gilt dem Verh\u00e4ltnis von<\/p>\n<p class=\"p1\"><b>Farbe und Linie<\/b>. In einigen Arbeiten, in den drei leuchten Aquarellen im<\/p>\n<p class=\"p1\">Eingangsbereich und im \u00d6lgem\u00e4lde an der letzten Wand, sind die Farben mit der<\/p>\n<p class=\"p1\">ganzen Pinselbreite in klar unterschiedenen Farbformen, die bereits selbst<\/p>\n<p class=\"p1\">Fl\u00e4chencharakter haben, auf den Untergrund gesetzt. In dem gro\u00dfen Teil der Werke<\/p>\n<p class=\"p1\">aber sind es feinste Linien oder Pinselstriche, die erst durch ihre N\u00e4he zueinander,<\/p>\n<p class=\"p1\">ihre Dichte und auch durch den Abstand beim Betrachten zusammenh\u00e4ngende Farb-<\/p>\n<p class=\"p1\">und Formkomplexe bilden. Dabei entstehen lichtdurchtr\u00e4nkte Bildr\u00e4ume,<\/p>\n<p class=\"p1\">die, wie hier in der gro\u00dfen und der kleinen Aquarellzeichnung, &nbsp;<\/p>\n<p class=\"p1\">Monet\u2019sche Seerosen oder \u00fcberhaupt impressionistische Landschaften in Erinnerung<\/p>\n<p class=\"p1\">rufen. Verantwortlich f\u00fcr \u201eLicht\u201c ist das genau bemessene Ma\u00df an<\/p>\n<p class=\"p1\">Freiraum, an Untergrund und Zwischenraum f\u00fcr die einzelnen minimalen Linien- und<\/p>\n<p class=\"p1\">Farbelemente. Die Leerstellen sind genauso wichtig f\u00fcr das Ganze wie die besetzten<\/p>\n<p class=\"p1\">Stellen. Feinste Modulationen dieser Verh\u00e4ltnisse tarieren das An- und Abschwellen<\/p>\n<p class=\"p1\">der Farb- und Lichtwerte aus. Ich kann mir im Moment kein beeindruckenderes<\/p>\n<p class=\"p1\">Beispiel vorstellen f\u00fcr den ber\u00fchmten Satz des Aristoteles \u201eDas Ganze ist mehr als die<\/p>\n<p class=\"p1\">Summe seiner Teile\u201c.<\/p>\n<p class=\"p1\"><b>Farbe zu Farbe<\/b>. Schier unbegrenzt sind die Versuchsanordnungen, mit denen Ines<\/p>\n<p class=\"p1\">Hock die gegenseitige Beeinflussung der Farben, also die \u201aNachbarfarben\u2018&nbsp;<\/p>\n<p class=\"p1\">erkundet. Was Josef Albers in den strengen Serien seines Werks \u201eInteraction<\/p>\n<p class=\"p1\">of Color\u201c erarbeitet, das ganz auf das Quadrat abgestellt ist, setzt Ines Hock<\/p>\n<p class=\"p1\">sozusagen mit leichter Hand und in spielerischer Freiheit fort. Suchen Sie in einer<\/p>\n<p class=\"p1\">Aquarellzeichnung Elemente von gleichem Farbwert, gleicher Intensit\u00e4t und Helligkeit<\/p>\n<p class=\"p1\">und beobachten Sie, wie verschieden die Wirkung, sagen wir besser Anmutung<\/p>\n<p class=\"p1\">jeweils ist, je nach der farbigen Umgebung. Oder lassen sie die Farbkl\u00e4nge auf sich<\/p>\n<p class=\"p1\">wirken, die von der Serie der malerisch gestalteten Monotypien im letzten Raum oder<\/p>\n<p class=\"p1\">von der vierteiligen Arbeit \u201eA Thousand Splendid Colors\u201c im zweiten Raum ausgehen.<\/p>\n<p class=\"p1\">Jedes Blatt erschlie\u00dft mit wenigen Farben ungekannte R\u00e4ume und Atmosph\u00e4ren, jedes<\/p>\n<p class=\"p1\">r\u00fchrt eine andere Seite in uns an.<\/p>\n<p class=\"p1\">Im zweiten Raum sind einige Werke zusammengestellt, die \u2013 au\u00dfer den erw\u00e4hnten<\/p>\n<p class=\"p1\">Monotypien &#8211; ausschlie\u00dflich mit der feinen Linie arbeiten und zudem das strenge<\/p>\n<p class=\"p1\">Prinzip des quasi schreibenden Arbeitens in Linien und Zeilen von links nach rechts<\/p>\n<p class=\"p1\">verlassen. In diesen Zeichnungen wird nur der <b>Bleistift<\/b>&nbsp;verwendet, diesmal in einer<\/p>\n<p class=\"p1\">kreisf\u00f6rmigen Bewegung, die von einer ersten Setzung mitten im Blatt ausgeht und<\/p>\n<p class=\"p1\">sich zu immer weiteren B\u00f6gen entwickelt, die an strudelndes Wasser erinnern. Der<\/p>\n<p class=\"p1\">Kontrast zu den Bl\u00e4ttern, die quasi schreibend in geraden Zeilen entstehen, macht<\/p>\n<p class=\"p1\">deutlich, wie entscheidend die Wahl eines spezifischen Beginns f\u00fcr die Entwicklung<\/p>\n<p class=\"p1\">einer Arbeit und f\u00fcr ihr Ende ist. Die Spirale auf den genannten Bl\u00e4ttern wirkt wie ein<\/p>\n<p class=\"p1\">Ausschnitt aus einer sich ins Endlose fortsetzenden T\u00e4tigkeit.<\/p>\n<p class=\"p1\">Das Ph\u00e4nomen der <b>Zeit<\/b>, der im Arbeiten nicht etwa vergehenden, sondern produktiv<\/p>\n<p class=\"p1\">eingesetzten Zeit, ist in diesen Bl\u00e4ttern ablesbar. Ich glaube, sie hat f\u00fcr uns beim<\/p>\n<p class=\"p1\">Betrachten eine wohltuende Wirkung, weil wir sie als erf\u00fcllte Zeit erleben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"p1\">Erstaunlich ist auch der Farbreichtum, den diese eigentlich einfarbigen Bl\u00e4aer<\/p>\n<p class=\"p1\">aufweisen. Auch bei den Radierungen im gleichen Raum ist das zu beobachten. Der<\/p>\n<p class=\"p1\">feine Strich der Bleistiftzeichnung auf weichem Papier wird fast noch \u00fcbertro\ufb00en von<\/p>\n<p class=\"p1\">den feinen Linien, die die <b>Radierungen<\/b> aufweisen. Ines Hock gr\u00e4bt die Linien mit der<\/p>\n<p>Radiernadel direkt in die Kupferplatte (kalte Nadel), mit<\/p>\n<p class=\"p1\">der gleichen Konzentration und Beharrlichkeit wie sie mit dem Bleistift arbeitet. Die<\/p>\n<p class=\"p1\">Farbnuancen der Graut\u00f6ne, die im Abdruck entstehen, ist durch Nuancen des<\/p>\n<p class=\"p1\">Plattentons, also der Farbreste, die auf der blank gewischten Kupferplatte an den<\/p>\n<p class=\"p1\">Stegen haften geblieben sind, noch vielf\u00e4ltiger.<\/p>\n<p class=\"p1\">Besonders reizvoll sind die Varianten von ein und derselben Platte mit verschiedenen<\/p>\n<p class=\"p1\">Farben, die frei und experimentierfreudig aufgetragen werden. Bei den<\/p>\n<p class=\"p1\">Farbradierungen hier im Raum. Hier sind Farbe und Strich in getrennten<\/p>\n<p class=\"p1\">Arbeitsg\u00e4ngen entstanden und verbinden sich zu schwerelosen, schwebenden<\/p>\n<p class=\"p1\">Gebilden, die wie Fenster den Blick in heitere Sph\u00e4ren \u00f6\ufb00nen. Die j\u00fcngste Radierung<\/p>\n<p class=\"p1\">in Gr\u00fcn ist erst vor wenigen Tagen aus der Druckpresse gekommen. Der Titel unsere<\/p>\n<p class=\"p1\">Ausstellung, <b>graphic moments<\/b>, bezeichnet besonders den fl\u00fcchtigen Momente, in dem<\/p>\n<p class=\"p1\">die flie\u00dfenden Farben mit dem Papier in Ber\u00fchrung kommen und dann im Druck<\/p>\n<p class=\"p1\">festgehaltenen werden.<\/p>\n<p class=\"p1\">Ihnen ist sicher aufgefallen, in welcher Vielfalt Ines Hock ihr k\u00fcnstlerisches Tun zu<\/p>\n<p class=\"p1\">immer neuen Entdeckungen vorantreibt. Wir haben die Aquarelle betrachtet, die \u2013<\/p>\n<p class=\"p1\">besonders in den drei Bl\u00e4aern im ersten Raum \u2013 eine strahlende Leuchtkraft<\/p>\n<p class=\"p1\">entfalten. Von den Zeichnungen und Radierungen mit ihrer Farbf\u00fclle trotz aller<\/p>\n<p class=\"p1\">Reduktion war gerade die Rede. Auch die Monotypien haben wir erw\u00e4hnt, ohne die<\/p>\n<p class=\"p1\">Besonderheiten dieser Technik zu erw\u00e4hnen. Hier wird ebenfalls sehr fl\u00fcssige \u00d6lfarbe<\/p>\n<p class=\"p1\">auf den Druckstock aufgetragen. Dieser besteht aus einer grundierten Faserplatte,<\/p>\n<p class=\"p1\">die nicht graphisch bearbeitet ist. So kommen hier die malerischen Qualit\u00e4ten der<\/p>\n<p class=\"p1\">Farbe, ihre Verl\u00e4ufe, \u00dcberlagerungen und Durchmischungen besonders frei zum<\/p>\n<p class=\"p1\">Tragen.<\/p>\n<p class=\"p1\">In den letzten Tagen hat sie farbige <b>Folien<\/b> an den Scheiben der Fenster<\/p>\n<p class=\"p1\">und T\u00fcren angebracht, die das Hauptthema der Ausstellung, <b>Farbe und Licht<\/b>, sofort<\/p>\n<p class=\"p1\">sinnf\u00e4llig machen. Am Tag f\u00e4llt das Sonnenlicht von au\u00dfen in die R\u00e4ume und l\u00e4sst die<\/p>\n<p class=\"p1\">farbigen Fl\u00e4chen aufleuchten. Abends dringt das Licht der Lampen durch die<\/p>\n<p class=\"p1\">transparenten Felder nach au\u00dfen und verwandelt unser Haus in eine Art Lampion.<\/p>\n<p class=\"p1\">Hier muss ich auf gro\u00dfe Werke von Ines Hock hinweisen, die hier gar nicht gezeigt<\/p>\n<p class=\"p1\">werden k\u00f6nnten. Sie sind als Farbraumarbeiten entstanden, etwa f\u00fcr die evangelische<\/p>\n<p class=\"p1\">Kirche in <a href=\"https:\/\/ineshock.de\/werke\/nggallery\/spatial-interventions\/radevormwald-2008\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Radevormwald<\/a> (2008), f\u00fcr <a href=\"https:\/\/ineshock.de\/werke\/nggallery\/spatial-interventions\/schloss-benrath-2011\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schloss Benrath<\/a> (2011), oder den <a href=\"https:\/\/ineshock.de\/werke\/nggallery\/spatial-interventions\/splendid-colors-2010\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Commerzbank-<\/a><\/p>\n<p class=\"p1\">Tower in Frankfurt (2009). Farbe und Licht und Raum kommen hier zu einem wahren<\/p>\n<p class=\"p1\">Schauspiel zusammen und verwandeln die Architektur und die Menschen in ihr.<\/p>\n<p class=\"p1\">Im Schaufenster h\u00e4ngt eine kleine <b>Scheibe<\/b>, die von der Firma Derix, Taunusstein, in<\/p>\n<p class=\"p1\">handwerklicher Perfektion mit handgeblasenem gotischem Glas nach Ines Hocks<\/p>\n<p class=\"p1\">Pl\u00e4nen angefertigt wurde. Sie f\u00fchrt uns ihre Kunst noch einmal in allen Facetten vor<\/p>\n<p class=\"p1\">Augen. Da sind die kleinen Elemente, &#8211; in \u00e4hnlicher Grundform, &#8211; in einfacher<\/p>\n<p class=\"p1\">Reihung, &#8211; in feinsten Farbabstufungen, &#8211; auf kleiner Fl\u00e4che zusammengef\u00fchrt und<\/p>\n<p class=\"p1\">entfalten doch ein \u00e4sthetisches Feuerwerk, vor allem morgens zwischen 8 und 10 Uhr<\/p>\n<p class=\"p1\">bei klarem Himmel.<\/p>\n<p class=\"p1\">Obwohl dieses Glas von Handwerkern gemacht wurde, zeigt es deutlich die<\/p>\n<p class=\"p1\">Besonderheiten des Arbeitens von Ines Hock. Sie m\u00fcssen nur beobachten, wie die<\/p>\n<p class=\"p1\">Rechteckformen variieren, wie die Abst\u00e4nde zwischen den Elementen gr\u00f6\u00dfer oder<\/p>\n<p class=\"p1\">kleiner sind, wie unterschiedlich die Glasst\u00e4rken gew\u00e4hlt sind. Ines Hock entscheidet<\/p>\n<p class=\"p1\">sich jeweils f\u00fcr ein klares <b>Konzept<\/b>, aber die <b>Ausf\u00fchrung<\/b> ist gepr\u00e4gt vom praktischen<\/p>\n<p class=\"p1\">Tun von Hand und Kopf, das nie mit Lineal oder Zirkel vor sich geht.<\/p>\n<p class=\"p1\">&#8211; Der Druck, die Ruhe oder Unruhe der Hand, die den Stift f\u00fchrt, oder den Pinsel oder<\/p>\n<p class=\"p1\">die Schere, &#8211; die Weichheit oder H\u00e4rte des Materials, das den Untergrund bildet, &#8211;<\/p>\n<p class=\"p1\">die Fl\u00fcssigkeit oder Trockenheit der Farbe, &#8211; all das erweitert st\u00e4ndig das gew\u00e4hlte<\/p>\n<p class=\"p1\">Konzept ohne es zu sprengen. Es \u00f6\ufb00net sich vielmehr f\u00fcr eine unbegrenzte F\u00fclle von<\/p>\n<p class=\"p1\">Entdeckungen und Erfahrungen.<\/p>\n<p class=\"p1\">Durch diesen wesentlichen k\u00f6rperlichem und sinnlichem Einsatz pulsiert in den<\/p>\n<p class=\"p1\">Arbeiten die lebendige Energie des Forschens und Scha\ufb00ens.<\/p>\n<p class=\"p1\">Dass wir beim Betrachten der Ergebnisse von dieser Energie fasziniert sind, kann man<\/p>\n<p class=\"p1\">uns nicht verdenken. Vielleicht w\u00fcrde Ines Hock als Ziel ihrer Arbeit nicht angeben,<\/p>\n<p class=\"p1\">dass sie die Betrachter gl\u00fccklich machen will. Aber sie hat sicher nichts dagegen,<\/p>\n<p class=\"p1\">wenn sich Gl\u00fcck als Nebenprodukt f\u00fcr uns einstellt.<\/p>\n<p class=\"p1\">Kunstwissenschaftlerin, &nbsp;Dr. Jenny Graf-Bicher<\/p>\n<p class=\"p3\">&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>colorlight \u2013 graphicmoments 20. 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