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	<title>Texte &#8211; Ines Hock</title>
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	<title>Texte &#8211; Ines Hock</title>
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	<item>
		<title>Das Leben der Farbe &#124;  Alexander Grönert</title>
		<link>https://ineshock.de/das-leben-der-farbe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ines Hock]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Dec 2025 17:25:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[Text von Dr. Alexander Grönert, aus dem Katalog: Ines Hock Lichtecht II &#160;&#8211; malerische Prozesse. 28 Seiten, ISBN 978-3-00-082833- Ines [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://ineshock.de/wp-content/uploads/2025/12/Dr.A.Groenert_Das-Leben-der-Farbe_-Kompakt_1223-W.pdf" target="_blank" rel="noopener">Text</a> von Dr. Alexander Grönert, aus dem Katalog: Ines Hock Lichtecht II &nbsp;&#8211; malerische Prozesse. 28 Seiten,</p>
<p>ISBN 978-3-00-082833-</p>
<p class="p1">Ines Hock, Malerin und Zeichnerin, studierte Kunsterziehung, Biologie und Philosophie in Mainz</p>
<p class="p1">und den USA sowie bis 1987 freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf. Ihr Thema ist die</p>
<p class="p1">Farbe. In den 1980ern betonte sie mit dicken Pinselstrichen und Acryl die Materialität der Farbe.</p>
<p class="p1">Seit 1989 verwendet sie Ölfarbe, um tiefere Farbschichten sichtbar zu machen. Seit 2008 nutzt sie</p>
<p class="p1">transparente Folien, um farbiges Licht in den Raum zu projizieren und Material und Farbe zu</p>
<p class="p1">trennen. Ines Hock zeigt, dass Farbe unabhängig von ihrer Beschaﬀenheit wirkt. Sie setzt Farben</p>
<p class="p1">in Rechtecken zeilenweise hinter- und untereinander, lässt sie wolkenähnlich verschmelzen oder</p>
<p class="p1">schweben. Die Farbe bleibt der Mittelpunkt ihrer Bilder. weiterlesen in der <a href="https://ineshock.de/wp-content/uploads/2025/12/Dr.A.Groenert_Das-Leben-der-Farbe_-Kompakt_1223-W.pdf" target="_blank" rel="noopener">PDF</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zwischen LINIE und FARBE &#124; Kristina Hoge</title>
		<link>https://ineshock.de/zwischen-linie-und-farbe-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ines Hock]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Apr 2024 10:19:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[v Zwischen LINIE und FARBE (gleichnamige Ausstellung im Xylon Museum, Schwetzingen vom 13.4.-26.5.) In ihrem künstlerischen Schaffen konzentriert sich Ines [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="page" title="Page 2">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p>v <strong>Zwischen LINIE und FARBE <br />
</strong>(gleichnamige Ausstellung im Xylon Museum, Schwetzingen vom 13.4.-26.5.)</p>
<p>In ihrem künstlerischen Schaffen konzentriert sich Ines Hock auf die Erforschung von Farbwirkungen und ihre Präsenz im Raum. Dazu bedient sie sich eines seriellen Prozesses und lotet das Thema ein in zahlreichen Facetten und unterschiedlichen Medien aus: Im klassischen Sinne der Malerei mit Arbeiten auf Papier und Leinwand, aber auch mit Installationen, die den Betrachter eintauchen lassen in eine gleichsam dreidimensionale, skulpturale Farberfahrung.</p>
<p>Das Interesse an der Erforschung der Zusammenhänge zwischen Raum und Farbe zeigt sich deutlich in der Serie der Monotypien, die mit ihren ephemeren, sensibel ineinander fließenden Farbwolken den Betrachter ein- tauchen lassen in ein sinnlich erlebbares Zusammenspiel beider Elemente. Das Farb/Raum Gefüge ist hier keinesfalls gefestigt, sondern in einer Art Übergangszustand begriffen, der sich im nächsten Moment wieder verän- dern wird. Die Faktoren Zeit und Bewegung spielen auch in den neuesten großformatigen Monodrucken eine Rolle. Ihre mäandernden Linienbändern bestehen aus einer Kombination zahlreicher kleiner, überlappend anein- ander gesetzter Monotypien. Ausgangsmaterial ist eine Kartoffel, die von Hand auf das Papier gedruckt wird und durch den wiederholten Einsatz mit der Zeit Veränderung erfährt und also als Akteur mit präsent ist. Neben der Einfachheit der Lösung spielt für Ines Hock hier ebenso die Unabhängigkeit etwa von technischer Ausstattung sowie die Unmittelbarkeit in der Anwen- dung eine entscheidende Rolle.</p>
<p>Die sichtbare und aktive Tätigkeit der Künstlerhand beim Erforschen von Farbräumlichkeit, das Spiel der Differenzen, Unschärfen und Übergänge kenn- zeichnen die ebenso konzeptuell durchdacht angelegte wie sich dem Zufall überlassende Herangehensweise der Künstlerin, die eine hochbewusste und aktive Wahrnehmung des Betrachters erfordert. &nbsp; &nbsp;Dr. Kristina Hoge, 2024</p>
</div>
<div class="column">
<p>Leporello, 8 seitig, 9Abb.</p>
<p class="p1">Die Ausstellung ‚Zwischen LINIE und FARBE‘ verbindet drei künstlerische Positionen, die sich über</p>
<p class="p1">druckgrafische Techniken definieren. Zwischen Traumwelten mit Holzdruckverfahren (Inessa Emmer), meditativen</p>
<p class="p1">Gedankenräumen mit malerischen Umsetzungen in der Monotypie (Ines Hock), und feinteiligen schwarz/weiß</p>
<p class="p1">Darstellungen im Linolschnitt (Philipp Hennevogl) entsteht ein substanzielles Spannungsfeld. &nbsp;<i>Ines Hock</i></p>
</div>
<div class="column">
<p>Ines Hock *1960 in Wetzlar, lebt und arbeitet bei Köln<br />
1979-1987 Studium Akademie Düsseldorf, University of Arizona, USA, Universität Mainz<br />
Stipendien<br />
1983-84 Fulbright Stipendium, German-American-Club, Special Cultural / Enrichment Fund for Fulbright Grantees, 2006 Industriestipendium Cremer und Breuer Deutsche / 2020 NRW-Künstlerstipendium (MKW) / 2021 NRW-Künstlerstipendium MKW / NEUSTART KULTUR – Stiftung Kulturwerk / 2022 NEUSTART KULTUR Kunstfonds e.V. Bonn / 2024 Résidence Gustave Courbet, Manoir, France<br />
Preise / Auszeichnungen<br />
2014 Preis Kunst am Bau Wettbewerb, Uniklinikum, Regensburg / 2013 1. Preis Skulpturenwettbewerb Lilienthal / 2011 MACtac Award 1. European Winner<br />
Lehrtätigkeit Dozentin für Malerei, Thüringische Sommer Akademie<br />
Partizipatorische Projekte Kindergarten, Be(e) here<br />
Filme 2014 Trans Chroma / 2018 Be(e) here / 2022 woREGENwann; My Colors for You<br />
www.ineshock.de / www.de.wikipedia.org/wiki/Ines_Hock / @ines.hock.atelier</p>
</div>
</div>
<div class="layoutArea">
<div class="column">&nbsp;</div>
</div>
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p>&nbsp;</p>
</div>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Subtile Herrschaft der Farben &#124;  Andreas Helfer</title>
		<link>https://ineshock.de/3510-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ines Hock]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jan 2024 17:23:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[Siegburg Rundschau-Andreas Helfer 2023 PDF 10.09.2023 Subtile Herrschaft der Farben, Ausstellung Ines Hock &#8211; Farbkontinuum, Stadtmuseum Siegburg &#160; Ines Hock [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://ineshock.de/wp-content/uploads/2024/01/httpswww.rundschau-online.deausstellung-in-siegburg-ines-hock-zeigt-werke-im-stadtmuseum-642612.pdf" target="_blank" rel="noopener">Siegburg Rundschau-Andreas Helfer 2023 PDF 10.09.2023</a></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Subtile Herrschaft der Farben</strong></span><b>, </b><b>Ausstellung Ines Hock &#8211; Farbkontinuum, </b><b>Stadtmuseum Siegburg</b></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3503" src="https://ineshock.de/wp-content/uploads/2024/01/Rundschau-Andreas-Helfer.jpeg" alt="" width="2000" height="1125" srcset="https://ineshock.de/wp-content/uploads/2024/01/Rundschau-Andreas-Helfer.jpeg 2000w, https://ineshock.de/wp-content/uploads/2024/01/Rundschau-Andreas-Helfer-300x169.jpeg 300w, https://ineshock.de/wp-content/uploads/2024/01/Rundschau-Andreas-Helfer-1024x576.jpeg 1024w, https://ineshock.de/wp-content/uploads/2024/01/Rundschau-Andreas-Helfer-768x432.jpeg 768w, https://ineshock.de/wp-content/uploads/2024/01/Rundschau-Andreas-Helfer-1536x864.jpeg 1536w" sizes="(max-width: 2000px) 100vw, 2000px" /></p>
<p><span style="font-size: 14pt;">Ines Hock zeigt bis zum 5. November Gemälde und Zeichnungen im Stadtmuseum Siegburg.</span></p>
<p>Farbe bringt Ines Hock ins Stadtmuseum, in allen Facetten, ruhig,</p>
<p>blass, zurückhaltend, aber auch kräftig, satt und strahlend.</p>
<p>Dabei zeigt sie weder Landschaften noch Porträts, sondern fügt ihre</p>
<p>Aquarell- oder Ölfarben meist in unregelmäßige Vierecke</p>
<p>unterschiedliche Größe auf edle Büttenpapiere oder Leinwand.</p>
<p>Mitunter sind die Felder nur ein kurzer, akkurater Pinselstrich,</p>
<p>tausende Mal neu angesetzt. Allein die Weißtöne reichen von</p>
<p>gräulich oder gelblich bis hin zu einem ganz hellen Ton, der sich</p>
<p>kaum noch von der Leinwand abhebt.</p>
<p><span style="font-size: 14pt;">Ines Hock beschäftigt sich in ihrer Kunst viel mit dem Licht</span></p>
<p>„Das Malen ist für mich eher wie schreiben“, so die Künstlerin, die</p>
<p>mit ihrer Ausstellung Farbkontinuum – „Malerei im Raum, auf</p>
<p>Leinwand und Papier&#8220; ab Sonntag im Stadtmuseum zu sehen ist.</p>
<p>Sie beginnt gerne oben links und arbeitet sich nach unten rechts</p>
<p>weiter vor.</p>
<p>Es geht immer um die Entscheidung für den nächsten Farbton“,</p>
<p>schildert sie, die Darstellung sei dabei ebenso subjektiv wie später</p>
<p>die Wahrnehmung durch den Betrachter. „Ich male nicht, um etwas</p>
<p>darzustellen.“ Umso mehr beschäftigt sie sich mit dem Licht, ohne</p>
<p>das Farbe nicht möglich ist.</p>
<p>Ausstellung Ines Hock im Stadtmuseum</p>
<p>Copyright: Andreas Helfer</p>
<p><a href="https://www.rundschau-online.de/region/rhein-sieg/siegburg/ausstellung-in-siegburg-ines-hock-zeigt-werke-im-stadtmuseum-642612" target="_blank" rel="noopener">Original online Artikel</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Line to line (engl.)</title>
		<link>https://ineshock.de/line-to-line-engl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ines Hock]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2023 20:55:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[Kunstmuseum Villa Zanders, Bergisch Gladbach-Wandelhalle 3 Ines Hock &#8211; Line to Line &#8222;Foyer&#8220; is an exhibition series on the 2nd [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kunstmuseum Villa Zanders, Bergisch Gladbach-Wandelhalle 3<br />
<strong>Ines Hock &#8211; Line to Line</strong><br />
&#8222;Foyer&#8220; is an exhibition series on the 2nd floor of the Municipal Galerie Villa Zanders, who &#8211; starting from the central hall &#8211; dedicated positions of the drawing. At irregular intervals, individual artists or groups are presented, which represent current trends in this medium. For a long time the drawing is moved into the focus of interest , numerous artistic personalities work exclusively in this medium, which is no longer &#8222;serving&#8220; is used, but self-confident and independent in addition to painting, sculpture, photography and new media is.<br />
2003 Ines Hock was &#8222;7 x pure color&#8220; represented in the exhibition with their delicate paintings on canvas at the City Gallery. Even then, it was known that she also records. <br />
For some years you can now see almost exclusively works on paper by Ines Hock: Drawings in various formats, executed with graphite or colored pencil, watercolors and etchings. For Ines Hock painting and drawing are not two entirely different means of expression.<br />
&#8222;It &#8217;s more like the drawing give it always, until 2005, I show them. The drawing is a very important part of the artistic work, because it allows a kind of immediate concentration. The drawing designs not, she is independent. At the same time, the techniques of painting and drawing and the resultant spatial works fertilize. The handmade papers I draw the entire surface on the format oriented. I put together examples and the sheet, the face in the scenic sense. In contrast to the painting could also understand the drawing so that the white of the paper stops, comes to the fore. The viewer can see through the drawing to another level.&#8220;</p>
<p>Numerous characteristics of the painting by Ines Hock &#8211; an obscuring the scene, a cloud density and an almost immaterial pending job of color &#8211; find correspondences in the drawing. One has the impression this leaves marked with pencil or crayon are excerpts from an endless continuum.</p>
<p>The artist works in the series of works, which they further developed over the years. They changed if necessary the paper or the pen. Basically, it is characterized with a soft pencil, which she uses for the entire drawing and in between acute. This change can be read in the drawings also: from hard, fine to stronger line until a new sharpening operation, the line can begin again hard and clear. Similar to the reading direction is characterized by the artist usually from top left. In certain segments, microcosms comparable, they compressed a certain movement to hatching and then works its way only to the right. Her artistic work is procedural . &#8222;With each stroke the blade is changed again.&#8220;</p>
<p>The size of the blade is crucial to the working position of the artist. Smaller sizes are before her on the table, larger paper attached to the wall and changed the height several times to draw in front of it while standing and sitting. Just because she is always focused only on a small part of the drawing, Ines Hock describes its operation as an &#8222;updating&#8220;. This makes the principle of &#8222;coincidence &#8220; also an important role. &#8222;By that I mean the small shifts in the Subtle. An image takes on a different appearance, because I compose it. I am working so intensely with the process, and yet the concept is as it were modulated by the actual activity in the space of chance. &#8222;</p>
<p>After the pure graphite drawings followed by papers that Ines Hock lined with gray crayons, there are only a dozen Polychromos grays. And only after that followed multicolored crayon drawings. Similarly, the use of color took place in the watercolor painting that the artist uses since 2006 increased: first watercolor drawings from gray and black tones, the executed with the pen drawings with their internal structures from two-dimensional microcosms goods Ines Hocks built, comparable, comes to 2010 a wider range of blue and turquoise tones added. This puts the artist in tiny brush strokes on the paper, so that at first the horizontal and then in games also dominates the vertical structure in limitless shades. The leaves are reminiscent of scores that want to be heard and felt . But even the light plays a very important role. Density and less densely populated areas, sometimes just a touch of pigment on paper, this leaves vibrate and produce a poetic mood.<br />
IH: &#8222;images generally almost come from our new world of pixelation. Today we have other images. We see other images, we produce other images. The seemingly look the same then something completely different &#8211; if you have a near vision or distance vision. Everyone has their perception, a learned scheme as it assesses colors, perspective experiences how he sees. In this respect, I admit only a clue, working very subjective in my inner imagination. The fine distinctions in the juxtaposition focus the gaze reflexively to one&#8217;s own perception without being redundant.&#8220;</p>
<p>Ines Hock reflected again and again the changing viewing habits: Seeing itself, the images &#8211; experience based on cultural influences that have changed, especially in the last two decades due to the changes in media. &#8222;What I also find it interesting how we see images. How do we learn to read images, we get a little way through our culture provides, but through the Internet we get to see pictures without context, we can not place. It is produced more and more pictures. We do not know what is then obtained from it. Culturally. Without ranking.&#8220;</p>
<p>It challenges the viewer with their meticulous and detailed drawings. Prompts you for viewing from different angles and positions, and offers a variety of barely &#8211; ending succession of fine lines. Are there parallels to the segmentation of the screen in pixels, so their strokes oppose but also the artificial pixelation, because there are drawn by hand lines. In its horizontality &#8211; and this is still so short &#8211; they are an expression of calm and conscious concentration. And only in the addition of these horizontal lines, a dynamic verticality can be constituted, which appears in the overall context. In fact, it is more or less parallel &#8211; run lines that bring the sheet only through the different chromaticism to vibrate and flashed moiré effects. What matters in the pencil drawings of the pressure and the strength of the stroke, takes over in the watercolor drawings of both the color and the amount of ink on the paper.<br />
&nbsp;<br />
Just the change from near and far vision provides the reassurance and guidance in these watercolors. Are they also completely non-representational, made ​​up of only a few centimeters long fine brush strokes, so they evoke but memories of landscapes, can appear representational paintings, which evaporate in the next moment into yet another micro- universes, which one believes to recognize, to be working.</p>
<p>In the group of works swatch watercolors incurred since 2012, to connect two familiar work attitudes: on the one hand the already 2007 used in the mural and also used in works of colored foils additive use of color patches is updated further, on the other hand, the fine strokes of watercolor drawings transform to larger blocks of color: the result is radiant watercolors, in which transverse rectangular color fields are placed together in a clear structure in rows. The relatively large and irregularly aufscheinende amount of visible white paper highlights this close to drawing as opposed to full-scale painting. Ines Hock distinguishes very clearly between working with the pen and the work with the brush. &#8222;The color is simply a seduction. A bigger game. So I have a 2008 exhibition titled &#8222;Jeu de couleur&#8220; realized. The drawing seems to me the way from the head to the hand of sensitive map.&#8220;</p>
<p>The swatch crayon drawings were created parallel to the watercolors. They are due to the attitude that the artist now something &#8222;composed&#8220;. It&#8217;s like an investigation. As a comparison. Eklatant I find that the drawings actually seem to have a greater differentiation in the brightness values ​​than the watercolors &#8211; that one would not really expect.<br />
In addition, it is an entirely different way of working: I put color swatch next swatch, but nevertheless it&#8217;s a different relationship with the paper. The white of the paper is set in the drawing opposite the painting in a different relationship. It&#8217;s just a drawing where the crayon digs into the paper while in watercolor, the color flows. What comes out is something else entirely. It is also something conceptually quite different than in painting. There is nothing rigid. Painting is complex and complicated.&#8220;</p>
<p>Especially the large format pencil drawings draw the viewer into the spell, because you can hardly refrain from the ratio of the delicate single stroke to the total area. The time-consuming devotion to the drawn line has not only meditative qualities, but calls for a strong inner concentration and a rising and becoming one with the controlled motion, which in turn transmits to the viewer. In the flare brighter and by &#8211; exposed zones worrying rooms and transcendent width open.</p>
<p>( The statements are based on a conversation with the artist in March 2014)</p>
<p>imprint</p>
<p>Thanks to the artist and the gallery + Castle e.V. for their support. Publisher Kunstmuseum Villa Zanders, Bergisch Gladbach, www.villa-zanders.de, Exhibition Design, text Petra Oelschlägel, photography, design Michael Wittassek, printing Kettler, Bonen , © artist and authors for Ines Hock, VG Bild-Kunst, Bonn, ISBN 978-3-939227-34-2</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ästhetische Lust &#124; Johannes Meinhardt</title>
		<link>https://ineshock.de/aesthetische-lust/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ines Hock]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Sep 2023 19:30:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[Was weniger den visuellen Zugang zu den Ölgemälden, Aquarellen, Zeichnungen, Wandmalereien und `Raummalereien ́ durch bemalte transparente Folien von Ines [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="page" title="Page 1">
<div class="section">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p>Was weniger den visuellen Zugang zu den Ölgemälden, Aquarellen, Zeichnungen, Wandmalereien und `Raummalereien ́ durch bemalte transparente Folien von Ines Hock erschwert, aber das Sprechen und teilweise das Verständnis von ihnen, ist, dass einige der zentralen Begriffe und Kategorien des Sprechens über diese Malerei doppeldeutig sind; sie sind doppeldeutig aber nicht von vornherein, sondern grundlegende Veränderungen der Malerei und des Verstehens von Malerei, die vor allem in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts stattgefunden hatten, haben diesen Begriffen und Kategorien neue Bedeutungen verliehen oder ihnen ihre Bedeutung geraubt, ohne dass diese grundlegende historische Veränderung im allgemeinen Sprachgebrauch aufgegriffen und unterschieden würde. Das betrifft besonders Kategorien und Begriffe wie `Abstrakte Malerei ́, `Ästhetik ́, `Komposition ́.</p>
</div>
</div>
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p>Beim Begriff der `Abstraktion ́ geht es sogar um drei historisch und theoretisch sehr unterschiedliche Konzepte. „Anstatt die übliche einfache Dualität von Realismus und Abstraktion hinzunehmen, müssen wir die zeitgenössische Malerei in mindestens vier unterschiedliche Kategorien unterteilen: 1. Repräsentation der Natur; 2. Abstraktion von der Natur; 3. Abstraktion ohne Bezugnahme auf die Natur; und 4. jener Typ von Malerei, über den ich gesprochen habe – eine Kategorie, für die kein einigermaßen zufriedenstellender Name existiert.“ (Marcia Hafif: Getting on with Painting, Art in America, April 1981, S. 138) Worauf Marcia Hafif, die wohl bedeutendste Malerin des radical painting der siebziger und achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts, in diesem Zitat von 1981 hinwies, ist, dass schon die Unterscheidung von noch gegenständlicher, aber abstrahierender Malerei (1900-1930) und nichtgegenständlicher abstrakter Malerei, die ein neues Verständnis vom Gemälde erforderte (die Bildfläche als autonomes System pikturaler Zeichen, ab etwa 1915 bis weit in die sechziger Jahre) im Namen `abstrakte Malerei ́ nicht vollzogen wurde. Für die neue `abstrakte ́ Malerei, die nach der In-Frage-Stellung (um und nach 1960) der modernen nichtgegenständlichen Malerei entstand, existiert bis heute keine geklärte Begrifflichkeit, nicht einmal ein allgemein geteilter Name. Was sich aber sagen und zeigen lässt, ist, dass diese neue Malerei einerseits ein neues Verständnis davon, was ein Gemälde ist, und andererseits neue Verfahrensweisen erforderte und hervorbrachte.</p>
<p>Um 1960 war die radikal abstrakte Malerei, die Leitgattung der Moderne, in eine grundlegende Krise geraten: die Gewissheit, dass nichtgegenständliche Gemälde Sinn transportieren, dass sie wie Schriften Träger von Bedeutung sind, Bedeutung durch die Komposition rein visueller Elemente oder durch lesbare und nachvollziehbare Spuren der Artikulation bzw. Expression von Subjektivität übermitteln, wurde grundlegend in Frage gestellt.</p>
</div>
</div>
</div>
</div>
<div class="page" title="Page 2">
<div class="section">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p>Was aber bleibt von Malerei, wenn sie keine Gegenstände mehr repräsentiert, aber auch keine Subjektivität mehr durch Komposition oder Expression zu lesen oder nachzuvollziehen gibt? Wenn sie nicht mehr idealistisch ist (im Sinn von mentalem Gehalt, von Ideen)?</p>
<p>Die erste, tautologische und, wie fast alle Lösungen in der Kunst, widersprüchliche Antwort auf diese Krise war die Denunziation aller ästhetischen, subjektiven und kompositionellen Aspekte und Ebenen der Malerei: was bleibt, war ihre wörtliche Materialität, ihre Realität als Träger und Auftrag. Die Spannung zwischen der sinnerfüllten, ästhetischen Ebene und der bloß materiellen, sinnleeren Ebene von Gemälden implodierte (so bei Stella oder Ryman seit den sechziger Jahren). Das Gemälde ist demzufolge nichts als Materie auf einem Träger: „You see what you see“.</p>
<p>Was sich dieser tautologischen Austreibung der ästhetischen Differenz aber entzog und aktiv entgegensetzte, war die Farbe, besonders ein komplexer Einsatz von Farbe. Denn auch, wenn Farbe zuerst nur als Materie gesehen und verstanden wird, als auf einen Träger aufgetragene, in Öl oder Wasser gelöste Farbmasse, zeigt sich das eigentümliche Ereignis, dass sich in der Wahrnehmung ein spezifisches Umschlagen ereignen kann: die Farbmaterie, die als Bestandteil der Welt der Körper optisch erfasst und identifiziert, also wiedererkannt wird, schlägt für den Betrachter in ein Phänomen um, das zu einer anderen, der rein visuellen Welt der Wahrnehmung gehört; sie schlägt von der materielle, räumliche Körper identifizierenden Wahrnehmung in eine Wahrnehmung um, die Farbe qualitativ als Phänomen im strengen Sinn des Wortes, als Erscheinung, zu sehen bekommt. Farbe als Farbwert, als visuelle Qualität, wird nicht mehr als messbarer Körper, innerhalb der materiellen, dreidimensionalen Welt wahrgenommen, sondern tritt für eine rein visuelle Wahrnehmung in einer eigenen, qualitativ-sensuellen Wirklichkeit auf. Diese artikuliert sich zum einen darin, dass die Farbfläche nicht in einem messbaren Abstand vom Sehenden und als messbare Oberfläche fassbar wird, sondern eine dichte und quasi flimmernde Art von farbigem Flächenraum erschafft, der sich nicht in die messbare dritte Dimension erstreckt, sondern als Farbraum oder Farbleuchten erscheint; und zum anderen erzeugen verschiedene Farbwerte ein qualitatives Spiel der Unterschiede und Beziehungen dieser Farbwerte, das sich nicht messen oder quantifizieren lässt, sondern Intentitäten und Qualitäten auftauchen sieht. Die so entstehende neue Wahrnehmung ist eine ästhetische Wahrnehmung, eine Aisthesis, im strengen, antiken Sinn des Wortes: eine Wahrnehmung, die sich selbst wahrnimmt, eine Wahrnehmung, die sich selbst und das sensuell Wahrgenommene sich bewusst macht und reflektiert. Auch diese Ästhetik würde einen eigenen, neuen Namen erfordern: sie richtet sich nicht mehr auf sinnlich vermittelte, von gegenständlichen Trägern transportierte Bedeutungen oder Körper, sondern auf die sensuelle und qualitative Wirklichkeit (visuelle Wirksamkeit, Gegebenheit, Phänomenalität) der Farbwerte und ihrer Beziehungen (das gilt nicht nur für Farbflächen, sondern auch für Linien in der Bildfläche). In soweit ist diese visuell-sensuelle Ästhetik auch sprachlos: sie arbeitet nicht mit Begriffen, sondern mit sensuellen Verweisen und Hinweisen. So haben beispielsweise nur die vier Grundfarben (rot, gelb, grün, blau) Namen, die wenigstens zu einem gewissen Grad und innerhalb eines Systems der Farben begriffsähnlich sind; alle anderen Farben haben Namen, die durch einen Verweis auf Gegenstände oder Materialien, die diesen Farbton aufweisen, definiert sind.</p>
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<p>Auch Farbflächen, die als Farbwert oder Farbqualität gesehen werden, werden im ersten Moment materiell, als Farbmaterie auf einem Träger wahrgenommen. Doch im Übergang in die visuell-ästhetische Wahrnehmung verlässt der Blick oder das Bewusstsein die Ebene der begrifflichen Identifikation, des optischen Wiedererkennens als Wahrnehmungsgegenstände, als Objekte; sie werden quasi neu, quasi zum ersten Mal gesehen. So bildet sich ein Sehendes Sehen aus, ein Sehen, das auch auf sich selbst blickt, sich selbst wahrnimmt, wie es zuerst von Konrad Fiedler, später von Max Imdahl und Gottfried Boehm erforscht worden ist. Und da Gemälde dann zwar als eine Art Fläche, nämlich als qualitative Bildfläche, aber nicht als zweidimensionale Oberfläche im Raum gesehen werden, da sie eine eigene Art von sich nach hinten, in eine nichtdefinierbare Bildtiefe, oder sogar sich nach vorn, als eine Art Leuchten, erstreckenden Farbraum oder Farblichtraum zu sehen geben, gerät die Fläche eines Gemäldes, die materiell nur eine zweidimensionale Oberfläche ist, durch den Auftrag unterschiedlicher Farben in eine starke visuelle Unruhe oder Bewegung: die unterschiedlichen Farben treten vor und zurück, erzeugen unterschiedliche dichte und unterschiedlich tiefe Farbräume, und beeinflussen einander sowohl in ihrem Farbwert als auch in ihrer Raumwirkung; jedes Farbfeld scheint seine eigene räumliche Lage und Tiefe in der Bildfläche zu besitzen, so dass der Blick nicht mehr die ganze Bildfläche als Einheit überblicken und erfassen kann, sondern sich von Farbfeld zu Farbfeld und von Farbraum zu Farbraum vorantasten muss.</p>
<p>Sehr viele der Aquarelle und Ölgemälde von Ines Hock erforschen dieses komplexe Spiel der Differenzen des Farbwertes und der Farbräumlichkeit: kleine, ähnlich große, fast rechteckige querformatige Farbfelder reihen sich, durch den weißen Träger getrennt, nebeneinander, bilden eine Art von Zeilen, die untereinander folgen und die Bildfläche bedecken. Die Ränder bleiben freigelassen, so dass sich ein farbiges Gesamtfeld der Malerei ergibt, auch wenn dessen Kanten etwas unregelmäßig sind. Die einzelnen Farbfelder unterscheiden sich, oft minimal, in ihrem Farbwert. Das liegt bei den früheren Arbeiten daran, dass die Felder, in den Aquarellen wie in der Ölmalerei, durch eine Vielheit von einander überlagernden transparenten Schichten entstanden sind, so dass die jeweils resultierende Farbe schon in ihrer Schichtung sehr komplex ist. Ebenso differieren sie, meist nur wenig, in ihrer Größe, im Verlauf ihrer Kanten, in ihrem Format, in der Dichte der Farbe, in der Helligkeit der Farbe. <br />
Ab etwa 2000 schichtete Ines Hock kaum noch, sondern setzte Farbflächen eng nebeneinander, teilweise einander berührend. Diese Farbflächen beziehen sich stärker auf den umgebenden Raum, sie treten auch als Wandmalerei auf und besonders in bemalten transparenten Folien, die durch ihre Transparenz für den Blick ebenso wie für das Licht auch Überlagerungen von lichtprojizierten Farben im Raum erzeugen.</p>
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<p>Die Gemälde von Ines Hock sind einerseits auf den ersten Blick einfach wahrzunehmen: sie vermeiden die meisten pikturalen Kategorien, den fiktiven Bildraum ebenso wie die auktoriale Komposition, und nähern sich einer Art von farbigem Ornament an. Diese Reduktion der Kategorien der Malerei aber erlaubt es Ines Hock, die verbleibenden Kategorien sowohl der Malerei als auch der Wahrnehmung komplexer und differentieller werden zu lassen. Das gilt ebenso für die Farbe wie für den Einsatz der Hand: da in den einzelnen Farbfeldern die Spur des Auftrags mit dem Pinsel sichtbar ist – wenn auch ohne jede expressive oder gestische Lesbarkeit oder leibliche Nachvollziehbarkeit –, und da die Farbfelder und -schichten in ihrer Materialität als aufgetragene Schichten wahrgenommen werden können, entsteht für den Betrachter ein Spiel von Übergängen, das teilweise sogar miteinander unvereinbare Wahrnehmungsweisen oder Ordnungen ins Spiel bringt. Die materielle Farbe geht in visuelle und qualitative Farbwerte über, die ihrerseits die Immaterialität eines farbigen Leuchtens annehmen können. Die Tätigkeit der Hand, die die Farbe aufgetragen hat, wird als weitgehend neutraler Pinselzug sichtbar, der sich als leere oder nicht lesbare, zeichenfreie Spur der Einschreibung zeigt.</p>
<p>In einer Reihe von Aquarellen ist, stärker als in den Ölgemälden, die Palette auf einen engen Bereich verwandter Töne beschränkt, die zudem teilweise, aufgrund der starken Verdünnung der aufgetragenen Farbe, optisch in Nichtfarben übergehen, als materielle Verschmutzungen oder Tönungen des Papiers erscheinen (wodurch sie wieder zumindest partiell Gegenstände der identifizierenden, begrifflichen Wahrnehmung werden); oder die Farbe wird reduziert auf graue, fast farblose, transparente Töne. In den Ölgemälden wiederum sind einzelne Farbfelder so aufgehellt oder verdunkelt, dass sie ihre Farbigkeit tendenziell im Weiß der Helligkeit oder im Schwarz der Dunkelheit verlieren.</p>
<p>Doch da die einzelnen Farbfelder voneinander abweichen, sich im Farbton (aber auch in ihrer jeweiligen Position, durch ihr Format, ihre Größe, den Verlauf ihrer Kanten) unterscheiden, wird der Blick des Betrachters dazu herausgefordert, sich nicht auf das Identifizieren von materiellen, körperlichen und räumlichen Wahrnehmungsobjekten zu kaprizieren, sondern sich, jenseits des Wiedererkennens und des begrifflichen Erfassens, auf das Spiel der visuellen Unterschiede einzulassen; sein Blick wird nicht zum Herrn des Gesehenen, sondern lässt sich darauf ein, sich nach allen Seiten voran zu tasten, sich Differenzen zu sehen geben zu lassen. Die spezifische visuelle Lust solchen Entdeckens und Bejahens von visuellen Differenzen unterscheidet</p>
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<p>sich tiefgehend vom Vergnügen an der Herrschaft des Blicks über das Gesehene und Begriffene in der idealistischen Moderne.</p>
<p>Das Spiel der Differenzen der Farbe und der Helligkeit zeigt auch, dass diese Gemälde nicht einfach Anwendungen eines Verfahrens sind, Ausführungen eines Prinzips, sondern eine ästhetisch wählende und entscheidende Subjektivität ins Spiel bringen. Die verschiedenen Abweichungen und Unterschiede sind nicht zufällig oder kontingent entstanden, sondern im Prozess der Entstehung gewählt worden. Die Wahl der Farben, die zwar nicht kompositionelle, aber mit Entscheidungen verknüpfte Wahl der Farben und Anordnung der Farbfelder sowie die zwar reduzierte, aber anwesende Sichtbarkeit des Striches machen spürbar, wie ein malendes oder zeichnendes Subjekt im Prozess tätig geworden ist und ästhetische Entscheidungen gefällt hat.</p>
<p>Damit kommt eine weitere grundlegende Veränderung der Malerei ins Spiel: während Komposition in der Moderne, die besonders in der nichtgegenständlichen Kunst zum zentralen Kriterium geworden war, immer so verstanden worden ist, dass die unterschiedlichen optischen Einzelteile und Elemente sich in einer Totalität organisieren, in einer Einheit, in der alles mit allem in Beziehung steht, wobei eine übergeordnete Instanz den Zusammenhang sichert und regelt; und während nach der Destruktion der Komposition als Herrschaft des Subjekts über den Prozess und das Werk vor allem Verfahren eingesetzt wurden, die durch Repetition, durch die immergleiche Wiederholung von Elementen oder Einsatzweisen den Gemälden alle Komposition austrieben (ein Grundprinzip der Minimal Art und der Minimal Malerei); so werden jetzt in dieser neuen Malerei komplexere, iterative und rekursive Verfahrensweisen verwendet, die eine andere Art von Komposition (von nicht vorgängiger, sondern reaktiver und iterativer Komposition) zeigen. Iterative Verfahren zeichnen sich dadurch aus, dass sie keinem vorgegebenen Prinzip gehorchen, dass sich die einzelnen Schritte nicht einfach aus einer Regel oder Formel ableiten lassen; jeder Schritt ergibt sich erst aus dem vorhergehenden Schritt oder aus mehreren vorhergehenden Schritten. Das berühmteste Beispiel ist die Fibonacci-Reihe, in der jede Zahl sich aus der Addition der beiden vorhergehenden Zahlen ergibt; indem sich das Verfahren immer auf sich selbst zurückwendet, ist die Fibonacci-Reihe rekursiv.</p>
<p>Auch diese neue `kompositionelle ́ Verfahrensweise würde einen neuen Namen benötigen: sie ist keine Komposition ausgehend von einer übergeordneten Einheit, sondern Komposition als ein schrittweises, in jedem Schritt neue Entscheidungen erforderndes Fortschreiten. In den Gemälden und Zeichnungen von Ines Hock tritt dieses schrittweise Verfahren, das sich auf die schon existierenden Einschreibungen, Linien und Farbflächen bezieht, von denen es sich in immer neuen Einsätzen radikal oder minimal unterscheidet, in reinster Form vor allem in vielen Zeichnungen auf. Die Linien, die in das Papier eingeschrieben werden, sind einander ähnlich, zeigen minimale, aber offensichtliche Unterschiede; da sie so gesetzt werden, dass sie iterativ und rekursiv neben oder manchmal auch zwischen schon existierende ähnliche Linien gesetzt werden, erzeugen sie ein Feld von Differenzen in der Fläche, das zwar durch Ähnlichkeit geregelt zu sein scheint, aber immer neue Entscheidungen in der Fläche erfordert, ohne dass ein vorhergehender Plan, ein Entwurf oder eine mentale Skizze existierte.</p>
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<p>Um die so entstandenen Flächen ästhetisch zu sehen, sehend zu sehen, muss der Blick des sehenden Subjekts sehr aktiv werden, in die Eigenwelt der differenzierenden ästhetischen Wahrnehmung eintreten; er muss sich der sensuellen Qualitäten und Intensitäten bewusst werden, um die Vielheit der oft minimalen Differenzen der Farbwerte, der Farbschichtungen (auch in den früheren pseudo-monochromatischen Ölgemälden und in vielen Aquarellen von Ines Hock), der Farbwerte der nebeneinanderliegenden Farbfelder und der Linienführungen in den Zeichnungen auffassen zu können. Das Bewusstwerden visueller Differenzen führt zu keinem Erfassen, keinem Begriff und keinem optischen Besitzen; diese begriffslose, quasi sprachlose (aber nicht bewusstlose, sondern hochbewusste, gespannte) Wahrnehmung selbst erweist sich als ein selbstreflexiver und lustvoller Prozess, dessen Lust in gleicher Weise in der Wahrnehmung der visuellen Differenzen, der Bewusstwerdung dieser Differenzen und der Reflexion dieses Wahrnehmungsprozesses liegt. &nbsp; Prof. Dr. phil. Johannes Meinhardt</p>
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		<title>REICHWEITE  &#124;  Jasper Hallmanns</title>
		<link>https://ineshock.de/reichweite-jasper-hallmanns/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ines Hock]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Sep 2023 19:54:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="page" title="Page 1">
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<p>Einleitung</p>
<p>Alles begann mit dem schwarzen Quadrat von Kasimir Malewitsch vor gut 100 Jahren. 1915 stellte der ukrainische Künstler mit 14 anderen Künstlern in einer Galerie in St. Petersburg aus. Das 80 x 80 cm große Werk positionierte Malewitsch damals überhöht im „schönen Winkel“, d.h. in der Ecke unterhalb der Decke, wo in russischen Woh- nungen üblicherweise die Ikone angebracht war. Damals löste es bei den Besuche- rinnen und Besuchern noch blankes Unverständnis aus. Kasimir Malewitsch notierte damals: „Als ich in meinem Bestreben, die Kunst von dem Ballast des Gegenständ- lichen zu befreien, zu der Form des Quadrats flüchtete, seufzte die Kritik und mit ihr die Gesellschaft: „Alles, was wir geliebt haben, ist verloren gegangen. Wir sind in einer Wüste!“</p>
<p>Jedoch sollte dieses Bild eine Revolution in der bildenden Kunst einläuten. Es war in gewisser Weise die Geburtsstunde der nichtgegenständlichen Kunst.<br />
Abstrakte Kunst meint, dass man einen realen Gegenstand vereinfacht, stilisiert, umformt, d.h. dass dieser Gegenstand zwar erhalten bleibt, jedoch nicht in seiner wirk- lichkeitsgetreuen Form. Die Künstler dieser Ausstellung sind Vertreter der nichtgegen- ständlichen Kunst und lösen sich damit vollständig jeglicher Gegenständlichkeit, lassen Formen und Farben für sich sprechen.</p>
<p>Bereits dem revolutionären schwarzen Quadrat von Malewitsch hatte mit den Impressionisten und Post-Impressionisten eine teilweise Auflösung der Gegenständlich- keit stattgefunden. Wir alle kennen die Werke der Pointillisten um George Seurat, Gus- tave Cariot und Paul Signac, die in ihren Werken mit den zeitgenössischen Erkennt- nissen zur Farbenlehre auseinandersetzten, mit Simultankontrasten und additiver Farb- mischung. Die Werke besitzen in ihrer teilweisen Loslösung von der Gegenständlichkeit bereits einen gewissen Grad an Abstraktion, bleiben aber unverkennbar der realen Bild- welt verhaftet.</p>
<p>In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelt sich mit den Expressionisten eine weitere Loslösung von der Gegenständlichkeit, ohne diese jedoch vollständig aufzu- geben. Zu dieser Gruppe zählen etwa Robert Delaunay, Hilma af Klint, František Kupka, Paul Klee und Wassily Kandinsky. Erst mit der ungegenständlichen Kunst in der Nachfolge Cézannes wurde eine Richtung eingeschlagen, die sich vollkommen von der</p>
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<p>Nachahmung realer Gegenstände, von der Mimesis, löste. Zu nennen sind hier die russischen Suprematisten, die Konstruktivisten, das deutsche Bauhaus und das niederländische De Stijl, mit dessen wichtigsten Vertretern Piet Mondrian und Theo von Doesburg. Gesteigert wurde dies durch die Farbfeldmalerei in der zeitgenössischen Kunst, beginnend im abstrakten Expressionismus und den Werken etwa von Mark Rothko oder Barnett Newmann oder später in den bekannten minimalistisch-konzeptuellen Arbeiten etwa Imi Knoebels oder Günter Umbergs.</p>
<p>Doch genug der Vorgeschichte. Nun zu den Künstlern der Ausstellung:</p>
<p>Herman Melville schreibt im 42. Kapitel von Moby Dick: „Trotz all der hier aufgehäuften Anklänge an alles, was anmutig und ehrenvoll von diesem Farbton etwas Ungreifbares, das die Seele stärker in Panik versetzt als jenes Rot des Blutes, das soviel Furcht erregt. [&#8230;] Die ungeheuerliche Weiße des Wals“.</p>
<p>Bei Ines Hock spielt das Weiß eine wichtige Rolle in Ihrer Kunst. Es ist nicht das Weiß, für das ein spezielles Pigment mit Bindemittel gemischt wird, um daraus eine auftragbare Farbe zu schaffen. Es ist vielmehr das Weiß des Papiers auf dem sich die faszinierenden Farbräume bei ihrer Kunst entwickeln, auf dem sich Muster und Strukturen der Farb- und Graphitstifte verdichten und das doch stets präsent bleibt &#8211; als Fläche, Umrandung und Untergrund. Auf dieses cremige Weiß der Büttenpapiere, auf die leicht pastelligen Ingrespapier, das blendend weiße englische Aquarellpapier aus Waterford entstehen ihre Kunstwerke. Es sind Kunstwerke, meine Damen und Herren, die einige von Ihnen sicherlich vor Herausforderungen stellen. Es sind Zeichnungen, Aquarellzeichnungen und zwei frühe Gemälde, die Sie gleich in den Ausstellungsräumen zu sehen bekommen. Außerdem zeigt sie im Erkerzimmer einen diaphanen, mit grün-buntem Licht gefüllten Raum, den sie aufgrund der einsetzenden Dunkelheit bedauerlicherweise nicht mehr erfahren können. Es lohnt sich also, die Ausstellung auch noch einmal im hellen Sonnenschein zu besuchen.</p>
<p>Erst seit 2005 präsentiert die Künstlerin ihre Arbeiten auf Papier der Öffentlichkeit. Für die Zeichnungen verwendet Ines Hock Graphit, bunte und graue Farbstifte. Wussten Sie etwa, dass es alleine 14 Grauabstufungen der Polychromos-Stifte gibt, von warmen Grau, über verschiedene kalte Grautöne, bis hin zu Paynes Grau, jener Farbton in einem perfekten Mischungsverhältnis von Preußischblau, gelbem Ocker und Karmesinrot, den der Landschaftsmaler und Mitglied der berühmten Londoner Old Watercolour-Society Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelte. Jenes dunkle Blau-Grau, mit welchem sich perfekt die atmosphärische Perspektive, der Dunst der sich in der Ferne verblassenden Landschaft, der Hügel und Berge darstellen ließen.</p>
<p>Ines Hock bespielt das Blatt, die Fläche, wie sie selber sagt, in malerischen Sinn. Sie benutzt für die gesamten Zeichnungen einen weichen Stift. Mit diesem beginnt sie das Blatt mit feinen, kurzen Strichen zu überziehen, stets von links nach rechts in europäischer Leserichtung. Strich für Strich fügt sich aneinander. Im engen Abstand</p>
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<p>2</p>
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<p>übereinandergesetzten horizontalen Strichen stapeln sich zu vertikalen Segmenten auf, die sich immer mehr zu Textur verdichten, vor dem Auge des Betrachters zu Schattierungen, zu wolkigen Strukturen, ja zu einer Art Mikrokosmos werden. Auch wenn die Striche sehr bewusst, mit geschulter Hand gesetzt werden, spielt dennoch der Zufall beim Entstehungsprozess der Werke eine wichtige Rolle. Es gibt, wie die Künstlerin sagt, „kleine Verschiebungen im Feinstofflichen“. Auch die Strichstärke variiert. Der frisch angespitzte Stift erlaubt eine klare, scharfkantige Linie, wohingegen mit zunehmender Abnutzung der Stiftspitze auch die Striche breiter und weicher werden und so ebenfalls für eine Schattierung, für wolkenartige Strukturen in der Zeichenoberfläche sorgen.</p>
<p>Die Aquarelle von Ines Hock sind eigentlich ebenfalls Zeichnungen, die von ihr auch konsequent Aquarellzeichnungen genannt werden. Wie bei den Buntstiftzeichnungen werden auch hier schmale horizontale Pinselstriche eng übereinandergesetzt. Beschränkte sich die Palette der Aquarellzeichnungen zunächst nur auf Grautöne und Schwarz, so kamen ab den 2010er-Jahren auch Blau- und Türkistöne hinzu. Wieder fünf Jahre später wird die Farbpalette noch reicher. Es gesellen sich Karminrot, Bernstein, Orange, Neapelgelb, Indischgelb, Ultramarin, Preußischblau, Himmelblau, diverse Grüntöne wie Grünerde, Avocado oder Seladon hinzu. Besonders erwähnenswert sind hier die Arbeiten der Serien, die während oder bezugnehmend auf Reisen nach Patara entstanden. Bei diesen Arbeiten geschieht etwas Faszinierendes. Es sind immer noch ungegenständliche Werke. Durch die Anordnung der Farben jedoch konstruiert unser Gehirn bei der Betrachtung auf wundersame Weise Landschaften. Es formen sich Küsten, Strände, hügelige Landschaften. Ein weiterer Blick durch die Fenster des Schlosses lässt die Werke mit der umgebenden Natur verschmelzen. Sie werden eins mit dem Laubwerk der Blätter, mit den sanftgelben Sonnenlicht, das auf dem Schlossweiher scheint und sich an den Wänden und Decken der Ausstellungssäle reflektiert, mit dem Blau- und Türkistönen des Himmels. Es sind Arbeiten, die von Nah und Fern betrachtet werden wollen, ja es geradezu herausfordern. Bei den Farbfeldaquarellen der Serie Juist werden die Streifen breiter, an den meisten Stellen klar von einander, an anderen Stellen wiederum sich berührend. Es sind Partituren, die sich wie ein Musikstück zusammenfügen, die einen Rhythmus erzeugen, Schwingungen</p>
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<p>Jasper Hallmanns<br />
Rede zur Vernissage von „Ines Hock – Reichweite&#8220; 25.05.2023&nbsp;</p>
<p><a href="https://ineshock.de/ines-hock-r-e-i-c-h-w-e-i-t-e-schloss-burgau-2023/" target="_blank" rel="noopener">Bilder der Ausstellung</a></p>
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		<title>Partita des Couleurs &#124; Gabriele Uelsberg</title>
		<link>https://ineshock.de/partita-des-couleurs-gabriele-uelsberg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ines Hock]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Sep 2023 19:38:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Künstlerin Ines Hock gestaltete im letzten Jahr den Kunstverein in Linz am Rhein in eine beeindruckende Farbraumskulptur um, die [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="page" title="Page 6">
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<p>Die Künstlerin Ines Hock gestaltete im letzten Jahr den Kunstverein in Linz am Rhein in eine beeindruckende Farbraumskulptur um, die die Besucherinnen und Besucher gleich in das Erlebnis miteinschloss. Die Räumlichkeiten des Linzer Kunstvereins, die durch ihre doppelte Schaufensterfront und den lichten Eingangsbereich sowie teilweise durch Oberlichtfenster eine eigene Mischung an Tageslicht, manchmal Sonnenschein und Kunstlicht beinhaltet, wurde durch die von Ines Hock ge- stalteten Malereien auf Folien in ein Gesamtkunstwerk verwandelt. Die Folienarbeiten, die sie von der Decke abhängte, waren so im Raum verteilt, dass die Besucherinnen und Besucher zwischen den Bildern und damit in der puren Farbigkeit umherwanderten. Aber das Ereignis startete bereits vor dem Kunstverein. Wenn man auf dem Marktplatz in Linz ankam, leuchtete durch die nach außen gerichteten Schaufenster des Kunstvereins die Farbe bereits mit Macht in den Außenraum und lud ein, dieses Farbvolumen im Innern zu erleben.</p>
<p>Ines Hocks Malerei erschafft Gemälde, die mittlerweile nicht mehr dem klassischen Tafelbild entsprechen, sondern als Bildobjekte den Raum im Inneren wie den umgebenden Raum in der Architektur verändern und bisweilen auch den Außenraum über Fenster und Öffnungen infiltrieren. <br />
Ines Hock arbeitet dabei mit den Eigenschaften und Möglichkeiten von Farbe im Dialog mit dem verwendeten Bildträger. Nachdem sie sich lange Zeit mit dem klassischen Leinwandbild oder auch dem Aquarell und dem Papier auseinandergesetzt hat, entwickelt sie in der jüngsten Zeit ihre Malereien auf transparenten Folien. Ines Hock knüpft mit ihren Werken an frühere Leinwandbilder aus den neunziger Jahren an, die allerdings noch ganz klassisch mit dem Bildträger eng verbunden sind. Diese älteren Arbeiten sind in unterschiedlichen Prozessen und durch langwierige malerische Schritte und Schichtungen entstanden, die sie nun mit der Arbeit auf den Folien gleichsam in einen unabschließbaren Vorgang der Wahrnehmung überträgt.</p>
<p>In dem Maße, in dem ihre Bildfolien in den Raum gehängt sind und so den Betrachter in ein Gesamtkunstwerk einladen, in dem er sich bewegt und durch seine eigene Körperlichkeit die Bilder verändert, neu sieht und immer wieder seinen Betrachter-Standpunkt wechselt, entsteht ein Kanon uneingeschränkter Farbigkeit, der die Malerei in ihren unterschiedlichen Gewichtungen als materielle wie immaterielle Erscheinung erleben lässt. Bemalte und scheinbar unbemalte Flächen entwickeln ein eigenes System von Farben, Strukturen und Dichtigkeiten, die die Bilder selbst fast wie Skulpturen wirken lassen. Die Transparenz der Folie ist nicht nur ein neutraler Hintergrund der Malerei, sondern tritt als solcher faktisch nicht in Erscheinung, außer wenn – wie bereits beschrieben – die Folien zu Spiegelungen und Reflektionen dienen. Die Malerei verwickelt den Betrachter in ein Labyrinth von Seh-Erlebnissen.</p>
<p>Ines Hock gelingt es, Orte der Farbe zu evozieren, die scheinbar im Raum selbst fassbar werden und sich von ihrem eigentlichen Bildträger vollständig abgelöst haben. Die Farbe ist ständig in einem Zustand der Verwandlung. Damit gelingt es ihr auch, die natürlichen Konditionen des Raumes mit einzufangen. Die unterschiedliche Wahrnehmung der Farbtemperaturen treten in besonderem Maße in Erscheinung und ermöglichen es, an einem Wechselbad von kalten und warmen Farberlebnissen zu partizipieren. Es gelingt ein stetiges Zusammenspiel von Gegensätzen und Kontrasten. Farbflächen harmonieren und konkurrieren miteinander und lösen neue Wahrnehmungen aus. Die Bildobjekte schaffen Farbbilder, die körperlos im Raum schweben und sich in entstofflichter Form immer wieder neu konstituieren. Der Wechsel des Tageslichtes, der Wechsel der Blickachsen und das unterschiedliche Zusammenspiel der Farbigkeiten wird zum übergreifenden Gesamtbild.</p>
<p>Ines Hock spielt in der Ausstellung in Linz auch mit Distanzen, indem sie bei den Bildern, die nicht frei im Raum hängen, sondern an den Wandflächen zu finden sind, einen Abstand zur Wandfläche vorgibt und damit einen Luftraum hinter dem Farbraum bildet, so dass auch hier die Farbigkeit vor der Wand und im Raum schwebt. Im hinteren Bereich der Präsentation, zeigt sie eine ihrer Videoarbeiten, in der ihre thematische Zuordnung zu Natur und Biologie erfahrbar wird und in dem ein Prozess aus der Natur gleichsam in ein farbiges Erlebnis gewandelt wird. Das Video „My Colors for You“ arbeitet mit der Farbabfolge der verschiedenen Grundfarben Gelb, Rot, Blau und Grün, die aus Bildern der Natur – wie einer Blume – entwickelt sind.</p>
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<p>Der Duktus der Malerei ist in diesen Arbeiten auf Folie durchaus gestisch expressiv geworden, und wir erkennen den Pinselstrich und die Struktur der Setzung. Dieses besondere Spiel mit den stofflichen Eigenschaften der Farbpigmente ermöglicht der Farbigkeit eine noch stärkere Dominanz von dem Bildträger selbst. Wichtig ist in diesem Kontext, dass die Folienbilder letztlich keine Rückseiten haben, sondern von beiden Seiten unterschiedlich betrachtet werden können. Nicht nur die Spiegelbildlichkeit des Bildes im Raum tritt dabei in Erscheinung, sondern auch der Umstand, dass die Folie auf der hinteren Bildseite wie ein Schutzlack die Farbigkeit überdeckt und hier die Spiegelungen und Reflektionen ganz deutlich werden, während auf der gegenüberliegenden Seite die Farbe auf die glatte Folie gesetzt ist und hier die Farbmaterie den Folienglanz überdeckt und stofflicher wahrgenommen wird. Diese Doppelansicht von Vorder- und Rückseite, die sich in den Raum integriert, lässt den Betrachterinnen und Betrachtern die Freiheit, von jedem Standpunkt aus ein anderes und neues Bild zu gewinnen. Ines Hock gelingt so eine Wirkung von Malerei und Farbe, die sich gleichsam in den Raum ergießt und einen Ort zwischen Betrachter und Malerei schafft, der unabhängig vom Bildträger ist.</p>
<p>Wie außergewöhnlich und radikal dieses Kunstkonzept ist, belegen auch Fotos aus der Ausstellung, die die Spiegelung der farbigen Bilder durch das Sonnenlicht zeigen, das über die Fensterscheiben der Schaufenster hereinfällt. Jetzt entstehen farbige Bilder auf dem Boden – durch die Folien projiziert, wobei sich hier auch mehrere Bilder und Ansichten überlagern und eine Farbkomposition auf das Parkett des Ausstellungsraumes zaubert, die an die Umkehrung aller Naturgesetze denken lässt, als ob sich im Boden farbige Glasfenster nach draußen öffnen würden.</p>
<p>Ines Hock hat ihre künstlerische Arbeit mit dieser Installation in Linz am Rhein erweitert. Mit der Zuordnung der Farbe zu einem Malgrund, der selbst kaum in Erscheinung tritt, wirkt die Farbe als Materie, als Pinselstrich und als Dichte und wird von allen Seiten erfahrbar. Mit den Gestaltungen auf Folie verlässt die Malerei ihren angestammten Ort auf der Bildfläche und ent- wickelt sich als immaterielles-materielles Konstrukt gleichsam in der Luft und umfängt die Betrachterinnen und Betrachter, so dass ein unendliches Kontinuum an Farbsensationen entsteht.</p>
<p>Dr. Gabriele Uelsberg</p>
<div class="page" title="Page 7">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p>Vorsitzende der Gesellschaft für Kunst und Gestaltung, Bonn</p>
<p><a href="https://ineshock.de/partita-des-couleurs-2022/">Bilder zur Ausstellung</a></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Vertrauen auf den Zufall &#124; Anika Winter</title>
		<link>https://ineshock.de/vertrauen-auf-den-zufall-anika-winter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ines Hock]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Aug 2022 15:37:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ineshock.de//?p=2101</guid>

					<description><![CDATA[Sebastian Linnerz zeigt im ›plus Raum für Bilder‹ Arbeiten von Ines Hock&#160; Die Farbe ist eine Verführung. Bestehend aus zahlreichen, [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sebastian Linnerz zeigt im ›plus Raum für Bilder‹ Arbeiten von Ines Hock<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
<p>Die Farbe ist eine Verführung. Bestehend aus zahlreichen, rechteckigen Kästchen entsteht ein Bild, das der Betrachter in seiner Gesamt- heit als Blau wahrnimmt. Bei genauerem Hinschauen erkennt man aber auch grüne, gelbe und weiße Felder – oder auch Mischungen der verschiedenen Töne. Das Gemälde lädt ein zu einem Spiel von Nähe und Distanz: Das scheinbar Gleiche wird dann vielleicht doch zu etwas ganz Anderem.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
<p><b>INES HOCK – INTO THE SEA<span class="Apple-converted-space">&nbsp; &nbsp; </span></b></p>
<p>SCHILLINGSTRASSE 14 – 50670 KÖLN 19.05. – 15.07.2017<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
<p>Das Projekt ›plus Raum für Bilder‹ existiert seit drei Jahren im Agnesviertel und beweist einmal mehr, dass es sich lohnt, jenseits der Hauptstraßen auf Entdeckungsreise zu gehen. Viermal im Jahr wird hier in einem Wechsel von Fotografie und bildender Kunst eine neue Ausstellung eröffnet. Neben der Präsentation von Kunst nutzt der Besitzer, Sebastian Linnerz, den Raum auch als sein Büro für Grafikdesign.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
<p>Diese Symbiose ermöglicht ihm eine Förderung von Kunst, für die er sich persönlich begeistert, ohne dem Druck einer rein wirtschaftlichen Rentabilität dieser Werke gerecht werden zu müssen. »Into The Sea« ist nun die zwölfte Ausstellung und zeigt Ölgemälde, Aquarelle und Zeichnungen der Künstlerin Ines Hock.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
<p>In den hübschen Räumlichkeiten des Altbaus, umgeben von Stuck und Dielenböden, begegnet einem als erstes die heitere Farbigkeit zweier Aquarelle. Ähnlich dem eingangs erwähnten Hauptwerk, von dem der Ausstellungstitel abgeleitet wurde, bestehen die Bilder aus horizontal angeordneten, rechtek- kigen Farbflächen. Dieses Mal handelt es sich aber um sehr unter- schiedliche, bunte Farben, die eine unmittelbare Fröhlichkeit ausstrahlen.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
<p>Es wird deutlich, dass die Wahrnehmung der Farben eine direkte psychologische Auswirkung besitzt. »Jeder hat seine Wahrnehmung, ein gelerntes Schema, wie er Farben beurteilt, Perspektive erlebt, wie er sieht« sagt Ines Hock.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
<p>Betrachtet man diese Bilder, bei denen aus kleinen Einheiten ein Gesamtbild entsteht, liegt die Assoziation von Pixeln einer digitalen Grafik nahe. Die von Hand gezogenen Linien und die unterschiedlichen Abstände zwischen den einzelnen Rechtecken stellen dazu jedoch einen spannenden Kontrast her. Interessant ist dabei auch, dass der Künstlerin im Vorfeld kein vollendetes Werk vor Augen schwebt, sondern dass ihre Bilder erst im Prozess entstehen. Ihre Arbeit bezeichnet sie somit als ein »Fortschreiben«, dessen Ergebnis auf intensiver, meditativer Arbeit und dem Vertrauen auf dem Zufall basiert.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
 [<a href="https://ineshock.de/vertrauen-auf-den-zufall-anika-winter/">See image gallery at ineshock.de</a>] 
<p>Kölnische Rundschau Kölner Kultur, 5. Juli 2017<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>colorlight – graphicmoments &#124; J. Graf-Bicher</title>
		<link>https://ineshock.de/colorlights-graphicmoments/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ines Hock]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Oct 2025 17:22:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ineshock.de/?p=4696</guid>

					<description><![CDATA[colorlight – graphicmoments 20. März 2015&#160; Zur Ausstellung von Ines Hock im BLICKWINKEL. Ines Hock ist geboren in Wetzlar, dort [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>colorlight – graphicmoments</p>
<p class="p1">20. März 2015&nbsp;</p>
<p class="p1">Zur Ausstellung von Ines Hock im BLICKWINKEL.</p>
<p class="p1">Ines Hock ist geboren in Wetzlar, dort aufgewachsen, dann in Hannover (Abitur). Studiert in Mainz, in</p>
<p class="p1">Tuscon, Arizona und Düsseldorf. Sie hat viele Jahre in Köln gelebt und ist mit der</p>
<p class="p1">dortgen Kunstszene eng vernetzt. Preise und Stipendien haben ihr Arbeiten seit den</p>
<p class="p1">80er Jahren gefördert, groß ist die Zahl der Ausstellungen (siehe Vita).</p>
<p class="p1">Eine wunderbare Einzelausstellung im letzten Jahr in der Villa Zanders in Bergisch-</p>
<p class="p1">Gladbach gab den letzten Anstoß, ihre Arbeiten ausführlich auch hier in Frechen zu</p>
<p class="p1">zeigen. Schließlich lebt Ines Hock mit ihrem Mann Peter Hochscheid, ebenfalls</p>
<p class="p1">Künstler, seit 2001 in Frechen und ist hier als Künstlerin noch wenig öﬀentlich</p>
<p class="p1">wahrgenommen worden.</p>
<p class="p1">Der Titel, <b>colorlight – graphicmoments</b>, benennt gleich den Haupt-Akteur unserer</p>
<p class="p1">Ausstellung: die Farbe. Und beim Gang durch diese Räume ist das auch sofort</p>
<p class="p1">ersichtlich.</p>
<p class="p1">Nun hat man es immer mit Farbe zu tun, wenn es um Malerei geht. Und gerade auch</p>
<p class="p1">in der nicht abbildenden, nicht gegenständlichen Malerei. Hier ist die Farbe nicht nur</p>
<p class="p1">ein Mittel, sondern ein wesentlicher <b>Bildgegenstand</b>. Aber auch hier kann die Farbe</p>
<p class="p1">sehr verschiedene Funkionen übernehmen.</p>
<p class="p1">Wir kennen die gestischen Werke des abstrakten Expressionismus und der</p>
<p class="p1">informellen Malerei, die mit Farben seelische Prozesse sichtbar machen,</p>
<p class="p1">wir kennen vielleicht auch die großen Leinwände von Barnett <b>Newman</b>, die uns durch</p>
<p class="p1">einheitliche Farbflächen das Erhabene an sich vermitteln, oder die vielschichtigen</p>
<p class="p1">Farbüberlagerungen von Mark <b>Rothko</b>, die einen Zugang zu spirituellen Erfahrungen</p>
<p class="p1">schaﬀen können.</p>
<p class="p1">Ines Hocks Zugriﬀ ist &#8211; so viel sie von solchen Meistern der Farbe auch gelernt haben</p>
<p class="p1">mag – zunächst wesentlich sachlicher. Sie erforscht die Möglichkeiten von Farbe mit</p>
<p class="p1">scheinbar einfachsten Mitteln. Und tut dabei ein ganzes Spektrum auf &#8211; und damit ist</p>
<p class="p1">nicht nur im wörtlichen Sinn das Spektrum des Sonnenlichts gemeint.</p>
<p class="p1">Ich möchte mit Ihnen dieses forschende Malen und Zeichnen von Ines Hock anhand</p>
<p class="p1">der hier zu sehenden Arbeiten genauer in den Blick nehmen.</p>
<p class="p1">Zunächst: <b>Wie bringt Ines Hock die Farbe auf die Fläche</b>? In kleinsten Einheiten. Als</p>
<p class="p1">kurze Linie oder kleinen Pinselstrich. Und das in zahlloser Wiederholung. Von links</p>
<p class="p1">oben angefangen, Zeile für Zeile. Korrekturen ausgeschlossen. Ein strenges Konzept</p>
<p class="p1">steht am Anfang, darin ist vieles festgelegt: der Malgrund, der Pinsel, die</p>
<p class="p1">Farben, die Farbpalette. Was aber im Laufe der Durchführung dieser</p>
<p class="p1">Versuchsanordnung entsteht, ist nur in Teilen geplant und vorhergesehen.</p>
<p class="p1">Denn jede Setzung ergibt sich aus einer neuen Entscheidung über den Gebrauch der</p>
<p class="p1">Mittel und in jede Entscheidung fließt das, was schon entstanden ist, mit ein. Das</p>
<p class="p1">Konzept wird nicht mechanisch umgesetzt, es gibt nur den Rahmen vor, innerhalb</p>
<p class="p1">dessen das Spiel der Farben seinen Lauf nehmen darf. So entstehen schwebende</p>
<p class="p1">Strukturen mit feinen Rhythmen von Helligkeiten und dunklen Akzenten, von</p>
<p class="p1">Farbverwandtschaften und Farbkontrasten, von Parallelen, die sich zu vertikalen</p>
<p class="p1">Einheiten bündeln und wieder auflösen.</p>
<p class="p1">Ein besonderer Untersuchungsschwerpunkt von Ines Hock gilt dem Verhältnis von</p>
<p class="p1"><b>Farbe und Linie</b>. In einigen Arbeiten, in den drei leuchten Aquarellen im</p>
<p class="p1">Eingangsbereich und im Ölgemälde an der letzten Wand, sind die Farben mit der</p>
<p class="p1">ganzen Pinselbreite in klar unterschiedenen Farbformen, die bereits selbst</p>
<p class="p1">Flächencharakter haben, auf den Untergrund gesetzt. In dem großen Teil der Werke</p>
<p class="p1">aber sind es feinste Linien oder Pinselstriche, die erst durch ihre Nähe zueinander,</p>
<p class="p1">ihre Dichte und auch durch den Abstand beim Betrachten zusammenhängende Farb-</p>
<p class="p1">und Formkomplexe bilden. Dabei entstehen lichtdurchtränkte Bildräume,</p>
<p class="p1">die, wie hier in der großen und der kleinen Aquarellzeichnung, &nbsp;</p>
<p class="p1">Monet’sche Seerosen oder überhaupt impressionistische Landschaften in Erinnerung</p>
<p class="p1">rufen. Verantwortlich für „Licht“ ist das genau bemessene Maß an</p>
<p class="p1">Freiraum, an Untergrund und Zwischenraum für die einzelnen minimalen Linien- und</p>
<p class="p1">Farbelemente. Die Leerstellen sind genauso wichtig für das Ganze wie die besetzten</p>
<p class="p1">Stellen. Feinste Modulationen dieser Verhältnisse tarieren das An- und Abschwellen</p>
<p class="p1">der Farb- und Lichtwerte aus. Ich kann mir im Moment kein beeindruckenderes</p>
<p class="p1">Beispiel vorstellen für den berühmten Satz des Aristoteles „Das Ganze ist mehr als die</p>
<p class="p1">Summe seiner Teile“.</p>
<p class="p1"><b>Farbe zu Farbe</b>. Schier unbegrenzt sind die Versuchsanordnungen, mit denen Ines</p>
<p class="p1">Hock die gegenseitige Beeinflussung der Farben, also die ‚Nachbarfarben‘&nbsp;</p>
<p class="p1">erkundet. Was Josef Albers in den strengen Serien seines Werks „Interaction</p>
<p class="p1">of Color“ erarbeitet, das ganz auf das Quadrat abgestellt ist, setzt Ines Hock</p>
<p class="p1">sozusagen mit leichter Hand und in spielerischer Freiheit fort. Suchen Sie in einer</p>
<p class="p1">Aquarellzeichnung Elemente von gleichem Farbwert, gleicher Intensität und Helligkeit</p>
<p class="p1">und beobachten Sie, wie verschieden die Wirkung, sagen wir besser Anmutung</p>
<p class="p1">jeweils ist, je nach der farbigen Umgebung. Oder lassen sie die Farbklänge auf sich</p>
<p class="p1">wirken, die von der Serie der malerisch gestalteten Monotypien im letzten Raum oder</p>
<p class="p1">von der vierteiligen Arbeit „A Thousand Splendid Colors“ im zweiten Raum ausgehen.</p>
<p class="p1">Jedes Blatt erschließt mit wenigen Farben ungekannte Räume und Atmosphären, jedes</p>
<p class="p1">rührt eine andere Seite in uns an.</p>
<p class="p1">Im zweiten Raum sind einige Werke zusammengestellt, die – außer den erwähnten</p>
<p class="p1">Monotypien &#8211; ausschließlich mit der feinen Linie arbeiten und zudem das strenge</p>
<p class="p1">Prinzip des quasi schreibenden Arbeitens in Linien und Zeilen von links nach rechts</p>
<p class="p1">verlassen. In diesen Zeichnungen wird nur der <b>Bleistift</b>&nbsp;verwendet, diesmal in einer</p>
<p class="p1">kreisförmigen Bewegung, die von einer ersten Setzung mitten im Blatt ausgeht und</p>
<p class="p1">sich zu immer weiteren Bögen entwickelt, die an strudelndes Wasser erinnern. Der</p>
<p class="p1">Kontrast zu den Blättern, die quasi schreibend in geraden Zeilen entstehen, macht</p>
<p class="p1">deutlich, wie entscheidend die Wahl eines spezifischen Beginns für die Entwicklung</p>
<p class="p1">einer Arbeit und für ihr Ende ist. Die Spirale auf den genannten Blättern wirkt wie ein</p>
<p class="p1">Ausschnitt aus einer sich ins Endlose fortsetzenden Tätigkeit.</p>
<p class="p1">Das Phänomen der <b>Zeit</b>, der im Arbeiten nicht etwa vergehenden, sondern produktiv</p>
<p class="p1">eingesetzten Zeit, ist in diesen Blättern ablesbar. Ich glaube, sie hat für uns beim</p>
<p class="p1">Betrachten eine wohltuende Wirkung, weil wir sie als erfüllte Zeit erleben können.</p>
<p class="p1">Erstaunlich ist auch der Farbreichtum, den diese eigentlich einfarbigen Bläaer</p>
<p class="p1">aufweisen. Auch bei den Radierungen im gleichen Raum ist das zu beobachten. Der</p>
<p class="p1">feine Strich der Bleistiftzeichnung auf weichem Papier wird fast noch übertroﬀen von</p>
<p class="p1">den feinen Linien, die die <b>Radierungen</b> aufweisen. Ines Hock gräbt die Linien mit der</p>
<p>Radiernadel direkt in die Kupferplatte (kalte Nadel), mit</p>
<p class="p1">der gleichen Konzentration und Beharrlichkeit wie sie mit dem Bleistift arbeitet. Die</p>
<p class="p1">Farbnuancen der Grautöne, die im Abdruck entstehen, ist durch Nuancen des</p>
<p class="p1">Plattentons, also der Farbreste, die auf der blank gewischten Kupferplatte an den</p>
<p class="p1">Stegen haften geblieben sind, noch vielfältiger.</p>
<p class="p1">Besonders reizvoll sind die Varianten von ein und derselben Platte mit verschiedenen</p>
<p class="p1">Farben, die frei und experimentierfreudig aufgetragen werden. Bei den</p>
<p class="p1">Farbradierungen hier im Raum. Hier sind Farbe und Strich in getrennten</p>
<p class="p1">Arbeitsgängen entstanden und verbinden sich zu schwerelosen, schwebenden</p>
<p class="p1">Gebilden, die wie Fenster den Blick in heitere Sphären öﬀnen. Die jüngste Radierung</p>
<p class="p1">in Grün ist erst vor wenigen Tagen aus der Druckpresse gekommen. Der Titel unsere</p>
<p class="p1">Ausstellung, <b>graphic moments</b>, bezeichnet besonders den flüchtigen Momente, in dem</p>
<p class="p1">die fließenden Farben mit dem Papier in Berührung kommen und dann im Druck</p>
<p class="p1">festgehaltenen werden.</p>
<p class="p1">Ihnen ist sicher aufgefallen, in welcher Vielfalt Ines Hock ihr künstlerisches Tun zu</p>
<p class="p1">immer neuen Entdeckungen vorantreibt. Wir haben die Aquarelle betrachtet, die –</p>
<p class="p1">besonders in den drei Bläaern im ersten Raum – eine strahlende Leuchtkraft</p>
<p class="p1">entfalten. Von den Zeichnungen und Radierungen mit ihrer Farbfülle trotz aller</p>
<p class="p1">Reduktion war gerade die Rede. Auch die Monotypien haben wir erwähnt, ohne die</p>
<p class="p1">Besonderheiten dieser Technik zu erwähnen. Hier wird ebenfalls sehr flüssige Ölfarbe</p>
<p class="p1">auf den Druckstock aufgetragen. Dieser besteht aus einer grundierten Faserplatte,</p>
<p class="p1">die nicht graphisch bearbeitet ist. So kommen hier die malerischen Qualitäten der</p>
<p class="p1">Farbe, ihre Verläufe, Überlagerungen und Durchmischungen besonders frei zum</p>
<p class="p1">Tragen.</p>
<p class="p1">In den letzten Tagen hat sie farbige <b>Folien</b> an den Scheiben der Fenster</p>
<p class="p1">und Türen angebracht, die das Hauptthema der Ausstellung, <b>Farbe und Licht</b>, sofort</p>
<p class="p1">sinnfällig machen. Am Tag fällt das Sonnenlicht von außen in die Räume und lässt die</p>
<p class="p1">farbigen Flächen aufleuchten. Abends dringt das Licht der Lampen durch die</p>
<p class="p1">transparenten Felder nach außen und verwandelt unser Haus in eine Art Lampion.</p>
<p class="p1">Hier muss ich auf große Werke von Ines Hock hinweisen, die hier gar nicht gezeigt</p>
<p class="p1">werden könnten. Sie sind als Farbraumarbeiten entstanden, etwa für die evangelische</p>
<p class="p1">Kirche in <a href="https://ineshock.de/werke/nggallery/spatial-interventions/radevormwald-2008" target="_blank" rel="noopener">Radevormwald</a> (2008), für <a href="https://ineshock.de/werke/nggallery/spatial-interventions/schloss-benrath-2011" target="_blank" rel="noopener">Schloss Benrath</a> (2011), oder den <a href="https://ineshock.de/werke/nggallery/spatial-interventions/splendid-colors-2010" target="_blank" rel="noopener">Commerzbank-</a></p>
<p class="p1">Tower in Frankfurt (2009). Farbe und Licht und Raum kommen hier zu einem wahren</p>
<p class="p1">Schauspiel zusammen und verwandeln die Architektur und die Menschen in ihr.</p>
<p class="p1">Im Schaufenster hängt eine kleine <b>Scheibe</b>, die von der Firma Derix, Taunusstein, in</p>
<p class="p1">handwerklicher Perfektion mit handgeblasenem gotischem Glas nach Ines Hocks</p>
<p class="p1">Plänen angefertigt wurde. Sie führt uns ihre Kunst noch einmal in allen Facetten vor</p>
<p class="p1">Augen. Da sind die kleinen Elemente, &#8211; in ähnlicher Grundform, &#8211; in einfacher</p>
<p class="p1">Reihung, &#8211; in feinsten Farbabstufungen, &#8211; auf kleiner Fläche zusammengeführt und</p>
<p class="p1">entfalten doch ein ästhetisches Feuerwerk, vor allem morgens zwischen 8 und 10 Uhr</p>
<p class="p1">bei klarem Himmel.</p>
<p class="p1">Obwohl dieses Glas von Handwerkern gemacht wurde, zeigt es deutlich die</p>
<p class="p1">Besonderheiten des Arbeitens von Ines Hock. Sie müssen nur beobachten, wie die</p>
<p class="p1">Rechteckformen variieren, wie die Abstände zwischen den Elementen größer oder</p>
<p class="p1">kleiner sind, wie unterschiedlich die Glasstärken gewählt sind. Ines Hock entscheidet</p>
<p class="p1">sich jeweils für ein klares <b>Konzept</b>, aber die <b>Ausführung</b> ist geprägt vom praktischen</p>
<p class="p1">Tun von Hand und Kopf, das nie mit Lineal oder Zirkel vor sich geht.</p>
<p class="p1">&#8211; Der Druck, die Ruhe oder Unruhe der Hand, die den Stift führt, oder den Pinsel oder</p>
<p class="p1">die Schere, &#8211; die Weichheit oder Härte des Materials, das den Untergrund bildet, &#8211;</p>
<p class="p1">die Flüssigkeit oder Trockenheit der Farbe, &#8211; all das erweitert ständig das gewählte</p>
<p class="p1">Konzept ohne es zu sprengen. Es öﬀnet sich vielmehr für eine unbegrenzte Fülle von</p>
<p class="p1">Entdeckungen und Erfahrungen.</p>
<p class="p1">Durch diesen wesentlichen körperlichem und sinnlichem Einsatz pulsiert in den</p>
<p class="p1">Arbeiten die lebendige Energie des Forschens und Schaﬀens.</p>
<p class="p1">Dass wir beim Betrachten der Ergebnisse von dieser Energie fasziniert sind, kann man</p>
<p class="p1">uns nicht verdenken. Vielleicht würde Ines Hock als Ziel ihrer Arbeit nicht angeben,</p>
<p class="p1">dass sie die Betrachter glücklich machen will. Aber sie hat sicher nichts dagegen,</p>
<p class="p1">wenn sich Glück als Nebenprodukt für uns einstellt.</p>
<p class="p1">Kunstwissenschaftlerin, &nbsp;Dr. Jenny Graf-Bicher</p>
<p class="p3">&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ines Hock &#124;  Jens Peter Koerver</title>
		<link>https://ineshock.de/5100-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ines Hock]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Apr 2026 09:42:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ineshock.de/?p=5100</guid>

					<description><![CDATA[Ines Hock&#160; Auf Farbe, Farben konzentriert sich Ines Hock in ihrer Arbeit; ihre Bilder, Wandmalereien, Rauminstallationen, auch ihre Zeichnungen und [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><strong>Ines Hock</strong>&nbsp; Auf Farbe, Farben konzentriert sich Ines Hock in ihrer Arbeit; ihre Bilder, Wandmalereien,</p>
<p class="p1">Rauminstallationen, auch ihre Zeichnungen und Monotypien sind geprägt von Erfahrungen der Malerei, der</p>
<p class="p1">daher der erste Blick bei einer Annäherung an ihr Werk zu gelten hat.</p>
<p class="p1">Stets aus mehreren Schichten dünn gemalter Farbe bestehend, stellt sich die Farbe im Bild nach und nach</p>
<p class="p1">ein, finden sich Farbigkeit und Farbgestalt im Prozess des Malens, auch wenn die Spuren dieser Suche,</p>
<p class="p1">der Malakt selbst nicht immer kenntlich sind. Es sind stets mehrfarbige, aus der Fülle chromatischer Mög-</p>
<p class="p1">lichkeiten schöpfende Klänge, die in den Bildern realisiert werden. Aus Lasuren erwachsen die für die Lein-</p>
<p class="p1">wandarbeiten der Künstlerin spezifischen Farberscheinungen mit ihren oft kaum lokalisierbaren Grenzen,</p>
<p class="p1">die den Möglichkeiten des Aquarells näher zu stehen scheinen als einer Ölmalerei. Trotz aller Entwicklun-</p>
<p class="p1">gen, Veränderungen lassen sich für ihre Arbeit drei Konstanten ausmachen: Zum einen eine Helligkeit, eine</p>
<p class="p1">stets luminöse Erscheinung aller Farben, die sich dem Zusammenspiel der gleich einer Hintergrund-</p>
<p class="p1">strahlung wirksamen weißen Grundierung mit der stets gewahrten Transparenz und einer damit einher</p>
<p class="p1">gehenden schwebenden Leichtigkeit aller gemalten Farben verdankt. Zum anderen verleihen diese lichte</p>
<p class="p1">Helligkeit und die entgrenzt diffusen Farbverläufe &#8211; im realen Format stets nur wie ein Ausschnitt aus einem</p>
<p class="p1">allenfalls imaginierbarem Ganzen erscheinend &#8211; dem Bild eine kaum auslotbare Offenheit und Weite. Eng</p>
<p class="p1">damit verbunden ist drittens das vermeintlich Flüchtige aller dieser Farbformationen. Sabine Müller schrieb</p>
<p class="p1">zutreffend von der „ephemeren Erscheinung“ als „wesentliche[r] Erfahrung dieser Bilder“<span class="s1">1</span>. &nbsp;Es ist das</p>
<p class="p1">Paradox dieser Arbeiten, einen labilen Zustand festzuhalten, dem Veränderung als Möglichkeit stets ein-</p>
<p class="p1">geschrieben ist und der sich zugleich doch als stabil-bildhafter erweist.</p>
<p class="p1">So wie Ines Hock in ihren Malereien Farbe in ihrer Pluralität und Fülle nutzt, so beschränkt sie sich in ihren</p>
<p class="p1">großen, bildhaften Zeichnungen ganz auf die Möglichkeiten, die sich aus der Reduktion auf mit einem</p>
<p class="p1">Bleistift der Stärke B gezogene horizontale Linien ergeben. Aus kürzeren und längeren Strichen, differie-</p>
<p class="p1">renden Distanzen zwischen ihnen, variierendem Druck beim Zeichnen, mithin einem von Regeln und freien</p>
<p class="p1">Entscheidungen geprägten prozesshaften Arbeiten, entstehen erstaunlich komplexe Strukturen, die in ihrer</p>
<p class="p1">Gesamtheit kaum zu überschauen sind, vielmehr aus einer Fülle von Detaileindrücken ein Bild entstehen</p>
<p class="p1">lassen, das Gegenständliches evoziert – etwa eine Gesteinsoberfläche oder Landschaft – ohne damit wirk-</p>
<p class="p1">lich fassbar zu werden. Zugleich schieben sich gegenstandsferne Wahrnehmungen – Interferenzen, moiré-</p>
<p class="p1">hafte Irritationen – in die Lektüre der Blätter und erweisen diese als den Malereien verwandte, jedoch ganz</p>
<p class="p1">mit den Mitteln der Zeichnung geschaffene Arbeiten.</p>
<p class="p1">Den traditionsreichen Gattungen Malerei und Zeichnung stellt Ines Hock mit ihren farbigen Folienarbeiten</p>
<p class="p1">eine dritte, erst seit 2008 genutzte Arbeitsweise zur Seite, die es ihr erlaubt, ihre Erfahrungen mit Farbe,</p>
<p class="p1">Malerei in große, temporäre Rauminstallationen zu übersetzen. Als Material hierfür dienen von ihr bemalte</p>
<p class="p1">und zugeschnittene Folien. Ihr Vorrat an präparierten Folien &#8211; sie können mehr- oder einfarbig, transparent</p>
<p class="p1">oder opak sein &#8211; gestatten eine flexible Reaktion auf die Gegebenheiten des jeweiligen Raumes; es ist</p>
<p class="p1">möglich, sie auf Wänden, Böden und Decken, Fenstern und Gegenständen zu fixieren. Sowohl als ver-</p>
<p class="p1">streute, isolierte Einzelfarbformen können sie den Ort in seiner Gesamtheit prägen oder auch neben- und</p>
<p class="p1">übereinander platziert als mehr oder weniger geschlossene Großform wirksam werden, wobei sich den</p>
<p class="p1">Farblasuren der Malerei vergleichbare Überlagerungsmischungen ergeben. „Poetische Raumzeichnungen“</p>
<p class="p1">nennt Ines Hock diese Werkform, mit der sie ihre Malerei in den Realraum trägt und ihrer Auseinander-</p>
<p class="p1">setzung mit der Farbe eine zusätzliche Erfahrungsmöglichkeit erschließt.</p>
<p class="p1">Jens Peter Koerver</p>
<p class="p2">1 Sabine Müller: Zwei Bilder von Ines Hock, in: Michael Fehr (Hrsg.), Die Farbe hat mich; Essen 2000, S. 106.</p>
<p>aus Ausstellungsdokumentation <em>Von Figuren und Farben</em> mit Inge Schmidt, Kunsthaus NRW, Kornelimünster, 2010</p>
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